Im Frühling 2026 beginnen am Speicher Soboth, der im Grenzgebiet zwischen Kärnten und der Steiermark liegt, umfassende Instandhaltungsarbeiten auf der Dammkrone der Feistritzbach-Sperre. Diese Maßnahme ist notwendig, um neue Vorgaben der Stau­becken­kommission des zuständigen Bundesministeriums zum Hochwasserschutz zu erfüllen, wie Klick Kärnten berichtet. Die Sanierung umfasst die Erhöhung der Asphaltkerndichtung um rund 60 Zentimeter, um die Sicherheitsstandards des Staudammes zu verbessern.

Die Arbeiten werden am 9. März 2026 beginnen und bis Ende Juni abgeschlossen sein. Zu den ersten Schritten gehört die Entfernung des bestehenden Straßenbelags auf der Dammkrone. Im Anschluss erfolgt die Verlängerung des vertikalen Asphalt­dicht­kerns um circa 60 Zentimeter nach oben, gefolgt von einer Neu-Asphaltierung der Fahrbahn. Während der Bauzeit steht auf der B69 im Bereich der Dammkrone jeweils nur ein Fahrstreifen zur Verfügung; der Verkehr wird wechselseitig angehalten. Erfreulicherweise gibt es jedoch keine Einschränkungen für den Betrieb des Pumpspeicher­kraftwerks Kor­al­pe, und auch die Freizeitnutzung am Speicher Soboth bleibt ungestört, sodass Badegäste und Erholungssuchende den See weiterhin nutzen können.

Investition in die Sicherheit

Für die Sanierung der Dammkrone wird eine Investition von rund einer Million Euro eingeplant. Die Firma Steinerbau aus St. Paul im Lavanttal hat den Zuschlag für die Bauarbeiten erhalten. Der Pumpspeicher­kraftwerk Kor­al­pe ist seit den 1990er-Jahren in Betrieb und sorgt mit einer Erzeugungsleistung von 50 Megawatt und einer Pumpenleistung von 35 Megawatt für eine jährliche Stromerzeugung von rund 80 Millionen Kilowattstunden. Dies spielt eine wichtige Rolle für die Versorgungssicherheit in Kärnten.

Die geplante Erhöhung der Asphaltkerndichtung ist nicht nur eine Reaktion auf die neuen Vorgaben, sondern auch ein Schritt zur Gewährleistung der Sicherheit des Staudammes und der darunterliegenden Infrastruktur. Hochwasserschutzdämme, wie der am Speicher Soboth, haben die Aufgabe, Flüsse und deren Ufer vor Überflutungen zu schützen. Laut Hochwasserwissen sind Dämme künstliche Bodenaufschüttungen, die häufig mit Drainagen ausgestattet sind, um Sickerwasseraustritte zu ermöglichen.

Der Kontext des Hochwasserschutzes

Die Bedeutung von Hochwasserschutz und Damm-Instandhaltungen wird auch durch die allgemeinen Herausforderungen im Klima- und Hochwassermanagement deutlich. Laut dem Umweltbundesamt sind nur noch etwa 20 Prozent der natürlichen Überschwemmungsflächen an großen Flüssen wie Rhein und Elbe vorhanden. Diese Flächen sind jedoch entscheidend, um Hochwasserwellen zurückzuhalten und das Risiko von Überschwemmungen zu minimieren. Die Sicherstellung der Standsicherheit von Dämmen und die rechtzeitige Vorbereitung auf mögliche Hochwasserereignisse bleiben daher ständige Herausforderungen für die verantwortlichen Behörden und Betreiber.

Die Sanierung am Speicher Soboth ist ein wichtiger Schritt, um den aktuellen Standards des Hochwasserschutzes gerecht zu werden und die Sicherheit für die Region Kärnten langfristig zu erhöhen.