Salzburg

Umstrittene Zustände im Unfallkrankenhaus: Chirurgen verlassen Klinik

Enthüllungen über interne Konflikte im Unfallkrankenhaus: Chirurgen äußern neue Kritik

In der neuesten Entwicklung der UKH-Affäre wird erneut Kritik von Chirurgen laut. Das Material, das dem ORF und der Wiener Stadtzeitung Falter vorliegt, wirft ein neues Licht auf die Querelen mit Primar Suda, die mehrere Spezialisten dazu veranlasst haben, das Unfallkrankenhaus zu verlassen. Besonders brisant ist die Aussage von Chirurg Egbert Ritter, der betont, dass nicht nur die zwischenmenschlichen, sondern auch die fachlichen Probleme dem Geschäftsführer des UKH bereits vor drei Jahren bekannt waren. Trotz klarer Warnungen und offener Kommunikation seien jedoch keine Maßnahmen ergriffen worden, was zu einer zunehmenden Hilflosigkeit im Team geführt habe.

Die Stellungnahme der AUVA im Namen des Geschäftsführers reagiert auf die Klagsdrohung gegen Ritter. Es wird darauf hingewiesen, dass die Vorwürfe gegen den Abteilungsleiter für Traumatologie und Orthopädie damals umfassend geprüft wurden und keine Verfehlungen festgestellt wurden. Dennoch bleiben Zweifel an der Wirksamkeit des Managements, insbesondere angesichts der erneuten Kritik von zwei Dutzend Ärzten, die Privatpatientenbevorzugung und andere Missstände durch Primar Suda anprangern.

Die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) plant, sich von Primar Suda zu trennen, nachdem mehrere Ärzte Alarm geschlagen haben. Ein halbes Dutzend UKH-Ärzte hat sich mittlerweile beim ORF gemeldet, um die Vorwürfe der sieben Chirurgen zu unterstützen. Die interne Revision im Unfallkrankenhaus ist inzwischen aktiv und soll eine unabhängige Prüfung sämtlicher Vorwürfe und früher getroffener Maßnahmen durchführen. Die Dauer dieser Untersuchung bleibt vorerst ungewiss, aber es wird erwartet, dass sie wichtige Erkenntnisse über die Situation am UKH liefern wird.

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