Am Freitagabend, den 10.01.2026, kam es im Brentenbergtunnel auf der Tauernautobahn (A 10) in Salzburg zu einem schweren Lkw-Brand. Der Vorfall ereignete sich kurz vor 18:00 Uhr, als ein 41-jähriger rumänischer Lkw-Fahrer mit seinem Sattelkraftfahrzeug gegen das rechte Portal des Tunnels prallte. Der Aufprall führte dazu, dass das Fahrzeug auf den linken Fahrstreifen schleuderte und sofort in Flammen aufging. Mehrere Feuerwehren waren im Einsatz, um den Brand zu löschen. Der verletzte Fahrer konnte sich zwar aus dem Fahrzeug befreien, war jedoch aufgrund des dichten Rauchs im Tunnel eingeschränkt. Dank der zügigen Reaktion der Einsatzkräfte wurde er über einen seitlichen Verbindungsstollen gerettet und anschließend ins Uniklinikum Salzburg gebracht.

Die ersten Begutachtungen ergaben massive Schäden an den ersten 100 Metern des Tunnels. Dazu gehören Zerstörungen an der Beleuchtung, den Funk- und Brandmeldekabeln sowie erheblichen Schäden an den technischen Sicherheitseinrichtungen und Fahrbahn. Die hohen Temperaturen führten zu Betonabplatzungen, was die Situation zusätzlich erschwerte. Gemäß ASFINAG bleibt die Tunnelröhre in Richtung Salzburg bis auf Weiteres gesperrt, während eine Umleitung über die Bundesstraße eingerichtet wurde.

Staus und Umleitung

Die Sperrung des Brentenbergtunnels hat massive Auswirkungen auf den Verkehr. Besonders zum Wochenende, als viele Rückreisende nach den Ferien in Bayern und Baden-Württemberg unterwegs waren, kam es zu langen Staus. Die Ausweichroute durch das Salzachtal (B159) war überlastet, was zu einem Stau von etwa 10 km von Werfen bis nach Bischofshofen führte und Zeitverzögerungen von mindestens 1,5 Stunden verursachte. Auch auf der Tauernautobahn kam es vor der Ausfahrt Werfen bis Hüttau zu erheblichem Rückstau.

Nach Angaben von dolomitenstadt wurde bereits mit einer Schadensbegutachtung und einer Bestandsaufnahme durch die ASFINAG begonnen. Die Fachleute prüfen auch die Möglichkeit temporärer Verkehrsführungen und Sanierungsmaßnahmen, um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden zu gewährleisten.

Sicherheit bei Tunnelbränden

Tunnelbrände stellen eine erhebliche Gefahr dar, da die größte Bedrohung nicht die Flammen selbst, sondern die Rauchentwicklung und der resultierende Sauerstoffmangel sind. Wie bussgeldkatalog erläutert, sind korrektes Verhalten und präventive Sicherheitsmaßnahmen entscheidend, um in solchen Situationen Leben zu retten. Dazu gehört beispielsweise das Bilden von Rettungsgassen und das Tragen einer Warnweste, bevor das Fahrzeug verlassen wird.

In der DACH-Region ereignen sich monatlich durchschnittlich 2,4 Tunnelbrände, oft verursacht durch technische Defekte oder Unfälle. Die Sicherheitsupgrades, die im vergangenen Jahr im Brentenbergtunnel vorgenommen wurden, haben dazu beigetragen, die Auswirkungen dieses Vorfalls zu mildern. Dennoch sind regelmäßige Überprüfungen und Schulungen für Einsatzkräfte sowie Notfallübungen unerlässlich.