Am 13. Jänner 2026, gegen 17:49 Uhr, wurde die Feuerwehr zu einem Lkw-Brand auf der A 10 Tauernautobahn alarmiert. Der Vorfall ereignete sich zwischen dem Zetzenbergtunnel und dem Helbersbergtunnel, als ein Sattelschlepper aufgrund eines technischen Defekts an der Bremsanlage des Aufliegers Feuer fing. Der Fahrer bemerkte die Flammen, hielt umgehend an und trennte den Auflieger von der Zugmaschine. Trotz mehrerer Löschversuche mit Feuerlöschern konnte der Brand nicht gelöscht werden.

Die Feuerwehr Pfarrwerfen war weniger als sieben Minuten nach der Alarmierung vor Ort. Zu diesem Zeitpunkt breitete sich das Feuer vom aufgerissenen Reifen auf den Aufbau und die Ladung, die aus Fahrzeugteilen bestand, aus. Ein umfassender Löschangriff mit vier Rohren unter schwerem Atemschutz brachte den Brand rasch unter Kontrolle; die Ladung konnte größtenteils gerettet werden. Nach Abschluss der Löscharbeiten wurde der Auflieger von einem Abschleppunternehmen geborgen. Die Feuerwehr Pfarrwerfen, die kürzlich erst mit insgesamt 51 Mitgliedern und sieben Fahrzeugen im Einsatz war, musste erneut ausrücken. Innerhalb der letzten zehn Tage hatte sie bereits acht Einsätze. Einsatzleiter war OBI Peter Buchsteiner.

Verkehrsbehinderungen und Sicherheitsmaßnahmen

Die A 10 musste während der Lösch- und Aufräumarbeiten komplett gesperrt werden. Diese erneute Sperrung trifft eine bereits stark belastete Strecke, die am 9. Jänner 2026 ebenfalls von einem schweren Vorfall betroffen war. An jenem Tag kam es gegen 18 Uhr im Brentenbergtunnel zu einem Lkw-Unfall, bei dem ein Sattelschlepper ebenfalls in Brand geriet. Der Fahrer hatte die Kontrolle über das Fahrzeug verloren, streifte eine Schutzkonstruktion und krachte in das Tunnelportal. Das Fahrerhaus wurde dabei teilweise abgetrennt, und der Lkw geriet kurz nach der Kollision in Brand. Feuerwehr und Rettungsdienste konnten den Fahrer, der in der Folge im Tunnel zusammenbrach, aus seiner ausweglosen Lage befreien und ins Freie bringen.

Nach diesem Vorfall gab es erhebliche Schäden an der Tunnelausstattung, was ebenfalls zu Verkehrsstörungen führte. Die Sperrung des Brentenbergtunnels in Fahrtrichtung Salzburg bleibt bis auf Weiteres in Kraft. Verkehrsteilnehmer müssen mit Staus und Verzögerungen auf den Umleitungsstrecken, insbesondere ab Hüttau, rechnen. ASFINAG prüft derzeit verschiedene Verkehrsführungen und Sanierungsmaßnahmen für die betroffenen Bereiche.

Brände auf Autobahnen ganz aktuell

Brände von Lastkraftwagen, insbesondere von MAN-Modellen, sind ein immer wiederkehrendes Problem auf deutschen Autobahnen. Auf einem Untersuchungsstück zwischen Göttingen und dem Kirchheimer Dreieck wurden von Jänner 2023 bis Mitte August 2025 insgesamt 33 Lkw-Brände registriert, wovon 27 Fälle einen MAN-Lkw betrafen. Diese betroffenen Fahrzeuge, insbesondere die Modelle TGX und TGS, stehen im Verdacht, aufgrund technischer Mängel ein erhöhtes Brandrisiko darzustellen.

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) nimmt die Problematik sehr ernst und hat 2024 einen Rückruf für mehr als 37.000 MAN-Fahrzeuge veranlasst. Trotz der Rückrufmaßnahmen, die unter anderem den Austausch geschädigter Ölfilterbauteile betreffen, kommt es weiterhin zu Bränden, was zahlreiche Unternehmer und Fahrer in eine gefährliche Lage bringt. MAN selbstWirbt zwar mit der Aussage, dass Brandschäden in der Gesamtflotte „sehr selten“ auftreten, doch dabei bleibt unklar, ob die durchgeführten Maßnahmen ausreichend sind, um zukünftige Vorfälle zu vermeiden.