
Die Idee der „netten Toiletten“ findet immer mehr Zuspruch in deutschen Städten und macht jetzt auch in Heidelberg Furore. Wie ORF Salzburg berichtete, wurde das Konzept bereits im Dezember 2023 in Salzburg eingeführt. Dort dürfen alle Gäste die Toiletten in beteiligten Betrieben nutzen, ohne etwas konsumieren zu müssen. Im Austausch erhalten die teilnehmenden Lokale eine monatliche Unterstützung von rund 200 Euro für zusätzliche Reinigungskosten. Die Initiative umfasst mittlerweile zahlreiche Einrichtungen, darunter Bars, Cafés und auch lokale Dienststellen.
In Heidelberg folgt man diesem erfolgreichen Modell und hat gerade die ersten Partner gewonnen. Insgesamt 17 Betriebe, darunter Cafés, Kneipen und Hotels, sind von Anfang an mit dabei, wie Heidelberg Marketing berichtet. Darüber hinaus stehen in der Altstadt bereits sechs öffentliche WC-Anlagen zur Verfügung, und mit zwei neu eröffneten Toiletten in der Tiefgarage Friedrich-Ebert-Platz gibt es in der Innenstadt nun insgesamt 25 öffentlich zugängliche Toiletten – ideal für Besucher, die während ihres Aufenthalts eine saubere und zugängliche Möglichkeit suchen, um ihrer Notdurft nachzukommen. Diese Einrichtungen sind gleichmäßig über die Innenstadt verteilt, sodass man nie weit zur nächsten Toilette laufen muss.
Förderung und Unterstützung
Die Stadt Heidelberg übernimmt die Finanzierung dieser Aktion und sorgt für die notwendige Koordination. Jeder teilnehmende Betrieb erhält nicht nur einen monatlichen Zuschuss von 50 Euro für die Bereitstellung und Reinigung der Toilette, sondern auch zusätzliche Gelder für behindertengerechte Toiletten und Wickeltische für Eltern mit kleinen Kindern. Das Projekt ist zunächst auf ein Jahr angelegt, mit dem Ziel, die „netten Toiletten“ bei Erfolg dauerhaft in Heidelberg zu etablieren und so die öffentliche Hygiene weiter zu verbessern.
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