Hallein

Gefährlicher Abstieg: Drei Wanderinnen in Filzmoos gerettet

Drei deutsche Wanderinnen geraten bei strömendem Regen in Filzmoos in Not, als eine von ihnen sich verletzt und sie die Bergrettung nur durch Zufall finden!

Am Mittwochnachmittag geraten drei Wanderinnen aus Deutschland in eine bedrohliche Lage, während sie vom Aussichtsgipfel Sulzenschneid (1.884 Meter) in Filzmoos, Pongau, absteigen. Eine der Frauen hatte sich verletzt und konnte kaum noch weitergehen. Ihre ursprüngliche Planung war es, zur Dachsteinsüdwandhütte zu wandern, doch die Strecke erschien ihnen schließlich zu lang. Deshalb entschieden sie sich, über eine Abkürzung abzusteigen.

Leider hatten die drei Frauen die Gehzeit unterschätzt und gerieten in unwegsames Gelände, wo sie nicht weiterkamen. Eine Verletzung am Knöchel bei einer der Wanderinnen machte die Situation besonders kritisch. Statt den Notruf zu wählen, entschieden sie sich, sich an einen Freund in Deutschland zu wenden, um Hilfe anzufordern. Dieser Kontakt stellte sich jedoch als wenig effizient heraus, da keine genauen Informationen über ihren Standort oder die Art des Problems weitergegeben wurden.

Unkonventioneller Hilferuf

Die Frauen erklärten ihrem Freund, dass sie die Unterstützung der Bergrettung benötigten, jedoch blieben sie danach unauffindbar. Dieser verständigte umgehend die Einsatzkräfte, doch die spärlichen Informationen erschwerten die Vorbereitung. Die Bergrettung war unsicher, welches Material für die Rettung nötig sein könnte, da keine konkreten Details bereitgestellt wurden.

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Die Situation eskalierte weiter, als sich die Wanderinnen von ihrem ursprünglichen Standort entfernten, wodurch die Suche noch komplizierter wurde. Ein Polizeihubschrauber wurde eingesetzt, um aus der Luft nach den Frauen zu suchen. Nach über einer Stunde konnte schließlich, jedoch nicht durch den Hubschrauber, sondern durch Bergretter, die auf den Wanderweg hochgestiegen waren, Kontakt zu den Frauen hergestellt werden. Ein Bergretter hörte zufällig Stimmen der Frauen, während er über einen Jägersteig aufstieg.

Die Verletzte wurde anschließend mit dem Rettungshubschrauber Martin 1 ins Krankenhaus geflogen, während die beiden anderen Frauen mit dem Polizeihubschrauber Libelle ins Tal gebracht wurden. Die gesamte Rettungsaktion wurde durch strömenden Regen erheblich erschwert, was die Herausforderungen für die Bergrettung erhöhen konnte.

Die ganze Episode zeigt, wie wichtig es ist, im Notfall sofort den richtigen Kanal für Hilferufe zu nutzen. Diese Begebenheit kann als Mahnung dienen, in kritischen Situationen rasch und überlegt zu handeln. Je klarer die Kommunikation ist, desto eher können Rettungskräfte schnell und direkt eingreifen.


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Quelle
salzburg.orf.at

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