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In den letzten Wochen ist es in der Umgebung des Gemüsehändlers Josef Faistauer in Salzburg zu einem faszinierenden Ereignis gekommen: Eine Amselmutter, die auf ungewöhnlich frühe Brutzeiten hindeutet, wird intensiv unterstützt. Dieser Frühlingstraum hat bereits begonnen, da die warmen Tage im Januar die Brutzeit der Amseln vorverlegt haben. Die Aufzucht der besonders schutzbedürftigen Amselnachkommen erfolgt mit besten Futtermitteln; besonders Mehlwürmer sorgen dafür, dass die Amselkinder bestens versorgt sind. Faistauer berichtet begeistert, dass die Mutter ständig am Napf zu finden ist und die Würmer zu ihren Kleinen bringt. "Wir haben eine Wärmelampe am Tag, damit sie sich auch wohlfühlt," erklärt er weiter, während die Hoffnung auf eine erfolgreiche Aufzucht aller Nestlinge wächst.
Ungewöhnliche Brutgewohnheiten
Normalerweise beginnt die Brutzeit der Amseln erst Ende Februar und zieht sich bis in den Juli. Die Amsel brütet normalerweise zehn bis 19 Tage lang und hat die Fähigkeit, zwei- bis dreimal im Jahr Nachwuchs zu bekommen. Dieser ungewöhnliche Frühstart hat die Tierliebhaber auf den Plan gerufen, die nun gespannt darauf warten, die kleinen Amseln nach ihrem Schlüpfen zu beobachten. In etwa zwei Wochen sollten die Küken flügge werden. Solche frühen Bruten sind besonders bemerkenswert und zeigen, wie das Wetter das Verhalten von Tieren beeinflussen kann. Laut Welt der Amseln steigen Amseln bei warmen Temperaturen meist schon vor Sonnenaufgang in ihren Gesang ein, was den Beginn der Brutzeit massiv beeinflussen kann.
Amseln sind nicht nur durch ihre Aufzuchtgewohnheiten bemerkenswert, sondern auch durch ihre feinen Sinne. Ihre Aktivität beginnt, wenn eine bestimmte Helligkeit erreicht ist, wobei der Gesang je nach Schlafplatz und individuellen Vorlieben variiert. Diese frühen Gesänge können sogar andere Amseln aktivieren. Darüber hinaus pflegen Amseln regelmäßig ihr Gefieder und verwenden dafür die spezielle Bürzeldrüse, die ihnen hilft, wasserabweisend und geschmeidig zu bleiben. Die Amsel ist offensichtlich ein faszinierendes Beispiel für die Anpassungsfähigkeit der Natur, wie die Berichte von ORF Salzburg eindrucksvoll belegen.
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