Salzburg

Flussrevitalisierung für Hochwasserschutz und Lebensräume in Salzburg

In Salzburg profitieren Mensch und Natur vom Hochwasserschutz. Das Bundesland Salzburg setzt nicht nur auf Hochwasserschutz, sondern auch auf den Schutz und die Schaffung von Lebensraum für die Natur. Eines der Projekte, das diesen Ansatz verfolgt, ist das Hochwasserschutzprojekt an der Saalach in Wals-Siezenheim. Landesrat Josef Schwaiger informierte kürzlich über den aktuellen Stand der Projekte und betonte den Nutzen für Mensch und Natur.

Das Projekt an der Saalach umfasst eine Aufweitung des Flusses auf einer Länge von rund 2,8 Kilometern und eine Erweiterung der Gewässerfläche um die Größe von zehn Fußballfeldern. Durch diese Maßnahmen soll die Saalach bei starken Niederschlägen ausreichend Raum bekommen, um sich auszubreiten und somit einen besseren Hochwasserschutz bieten. Gleichzeitig hat die Neustrukturierung des Flussbetts und des Ufers einen positiven Einfluss auf die Gewässerökologie. Durch die Schaffung neuer Lebensräume profitiert auch die Natur von dem Projekt.

Die Zusammenarbeit mit den Anrainern und Gemeinden spielt bei Hochwasserschutzprojekten eine wichtige Rolle. Bürgermeister Andreas Hasenöhrl von Wals-Siezenheim lobte die Zusammenarbeit mit dem Land Salzburg als hervorragend. Neben dem Schutz vor Hochwasser ist für ihn auch die ökologische Aufweitung des Flusses ein wichtiger Aspekt des Projekts. Die Schaffung von Naherholungsraum für die Bürger ist ein willkommener Zusatzeffekt.

Das Land Salzburg hat in den letzten Jahrzehnten viel in den Hochwasserschutz investiert und dabei auch den Fokus auf die Gewässerökologie und die Umwelt gelegt. Seit dem Jahr 2000 wurden etwa 75 Kilometer Flusslänge durch Gewässeraufweitungen ökologisch aufgewertet. Darüber hinaus wurden mehr als 300 Hektar Grundfläche erworben und in den Fließgewässerlebensraum umgewandelt.

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Für die Zukunft plant das Land Salzburg weitere Hochwasserschutzprojekte. Unter anderem sind der Hochwasserschutz für den Oberpinzgau und der "Salzachplan" zwischen den Kraftwerken Urstein und Lehen geplant. Insgesamt belaufen sich die Kosten für die aktuellen Projekte auf rund 40 Millionen Euro.

Die Investitionen in den Hochwasserschutz und flussbauliche Verbesserungen haben sich bereits ausgezahlt. Seit dem Junihochwasser 2013 wurden rund 120 Millionen Euro in den Hochwasserschutz investiert. Dadurch konnten rund 3.100 Objekte und etwa 16.500 Bewohner vor einem 100-jährigen Hochwasser geschützt werden. Es wurde ein erwarteter Schaden von etwa 200 Millionen Euro verhindert. Jedoch bleibt die Natur weiterhin unberechenbar, und ein hundertprozentiger Schutz ist nicht möglich.

Quelle: service.salzburg.gv.at

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