Salzburg

Bau des Schmittentunnel Sicherheitspakets: Neue Flucht- und Rettungsstollen erhöhen Verkehrssicherheit

Eine der wichtigsten Verkehrsverbindungen in Salzburg, der Schmittentunnel, wird in den kommenden Jahren mit neuen Flucht- und Rettungsstollen ausgestattet. Diese Stollen werden parallel zum Haupttunnel gebaut und sollen die Sicherheit im Tunnel verbessern. Für den Bau der Stollen müssen insgesamt etwa 180.000 Kubikmeter Material aus dem Berg entfernt werden. Die Geologen des Landes unterstützen bei der Umsetzung des Projekts.

Der Schmittentunnel wurde in den 1990er-Jahren aus dem Berg herausgesprengt und ist bereits stark frequentiert. Um die Sicherheit weiter zu verbessern, entsteht nun ein etwa drei Kilometer langes System aus Flucht- und Rettungsstollen. Der Bau wird in drei Etappen erfolgen und voraussichtlich im Jahr 2030 abgeschlossen sein.

Die Geologen des Landes spielen eine entscheidende Rolle bei der Planung und Analyse des Projekts. Sie wissen, welches Gestein im Tunnelbereich vorherrscht und können entsprechende Maßnahmen zur Sicherung ergreifen. Zudem können sie den Tunnelbau in weniger stabilen Bereichen langsamer vorantreiben und die Abstützung entsprechend anpassen.

Der Landeshauptmann-Stellvertreter Stefan Schnöll betont die Bedeutung des Baus der Flucht- und Rettungsstollen für die Sicherheit der fast sechs Millionen Fahrzeuge, die den Tunnel jährlich benutzen. Er lobt die Umsichtigkeit und Professionalität aller Beteiligten, die an diesem Megaprojekt mitarbeiten.

Die Bauarbeiten für die Flucht- und Rettungsstollen sollen bis 2030 abgeschlossen sein und in drei Abschnitten erfolgen. Es wird keine Tunnelbohrmaschine eingesetzt, da es sich um eher kürzere Abschnitte handelt. Stattdessen wird gebohrt, gesprengt und das Material anschließend entfernt.

Die Menschen in den betroffenen Siedlungsräumen wurden ausführlich über die Bauarbeiten informiert. Maßnahmen werden ergriffen, um die Erschütterungen so gering wie möglich zu halten. Die Oberlieger sollen idealerweise nichts von den Bauarbeiten mitbekommen.

Zusätzlich zu den Flucht- und Rettungsstollen wird auch das Südportal des Schmittentunnels saniert. Eine Totalsperre ist ab dem 6. Mai geplant, voraussichtlich ab dem 29. Juni soll der Tunnel dann wieder zweispurig befahrbar sein. Weitere Sperren könnten im Herbst 2024 erforderlich sein, um die Sanierung abzuschließen.

Hier sind die wichtigsten Eckpunkte zu den Flucht- und Rettungsstollen:

  • Baubeginn im April 2024 (Vorbereitungen)
  • Gesamtkosten für das Sicherheitspaket: rund 95 Millionen Euro, davon rund 76,5 Millionen Euro für die Flucht- und Rettungsstollen
  • Derzeit gibt es zwei Fluchtwege, im Endausbau werden es zusätzliche zwölf sein, davon sind vier für Einsatzfahrzeuge befahrbar
  • Drei Abschnitte, Fertigstellung aller Abschnitte ist im Jahr 2030 geplant
  • Umfangreiche Information der betroffenen Grundstücksbesitzer und Anrainer erfolgte bereits, außerdem wird eine Ombudsstelle eingerichtet
  • Insgesamt werden bis zu 30 Personen auf der Baustelle tätig sein
  • Sperren aufgrund der Bauarbeiten werden nur kurzzeitig stattfinden, nämlich wenn die Durchbrüche zum Haupttunnel gemacht werden. Das Landes-Medienzentrum wird rechtzeitig darüber informieren.

Weitere Informationen zum Projekt und den nächsten Schritten können auf der Webseite www.salzburg.gv.at abgerufen werden.

Insgesamt wird durch den Bau der Flucht- und Rettungsstollen die Sicherheit im Schmittentunnel deutlich erhöht. Die neuen Stollen ermöglichen eine schnellere Evakuierung und einen schnelleren Zugang für Rettungskräfte im Ernstfall. Zudem werden die Wege aus dem Tunnel verkürzt, wodurch eine effizientere Nutzung des Tunnels ermöglicht wird.

Der Schmittentunnel ist eine wichtige Verkehrsverbindung in Salzburg und hat eine lange Geschichte. Besonders interessant ist, dass der Tunnel in den 1990er-Jahren aus dem Berg herausgesprengt wurde. Er hat seitdem eine hohe Bedeutung für den regionalen und überregionalen Verkehr. Mit den neuen Flucht- und Rettungsstollen wird die Sicherheit noch weiter verbessert und die Nutzung des Tunnels optimiert.

Hier ist eine Tabelle mit den wichtigsten Informationen zu den Flucht- und Rettungsstollen:

Eckpunkt Information
Baubeginn April 2024 (Vorbereitungen)
Gesamtkosten Rund 95 Millionen Euro
Kosten für Stollen Rund 76,5 Millionen Euro
Anzahl der Fluchtwege Derzeit 2, geplant sind 12, davon 4 für Einsatzfahrzeuge befahrbar
Bauabschnitte 3 Abschnitte, Fertigstellung aller Abschnitte geplant für 2030
Zahl der Beteiligten Bis zu 30 Personen
Zeitlicher Ablauf Vorbereitungsarbeiten im April, Aufweitung des Fluchtwegs ab Mai, Stollenvortrieb ab Juni
Kommunikation mit Anwohnern Umfangreiche Information und Einrichtung einer Ombudsstelle

Die Flucht- und Rettungsstollen werden eine bedeutende Verbesserung der Sicherheit im Schmittentunnel darstellen. Es ist ermutigend zu sehen, wie das Land Salzburg und die beteiligten Experten zusammenarbeiten, um dieses wichtige Projekt umzusetzen. Durch den Bau der Stollen wird die Verkehrssicherheit für die Millionen von Fahrzeugen, die den Tunnel jedes Jahr passieren, erhöht, und es wird eine schnellere Evakuierung und Rettung im Notfall ermöglicht.



Quelle: Land Salzburg

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