Italien sieht sich während der Olympischen Winterspiele mit einer besorgniserregenden Welle von Sabotageakten konfrontiert, die den Zugverkehr erheblich stören. Verkehrsminister Matteo Salvini hat auf die Vorfälle reagiert, indem er verstärkte Kontrollen und Überwachungsmaßnahmen entlang der Bahnlinien ankündigte. Laut laola1.at bezeichnete Salvini die Sabotageakte als „kriminelle Handlungen, die das Leben von Menschen gefährden“.

Am Samstag kam es zu schwerwiegenden Störungen auf den Hochgeschwindigkeitsstrecken zwischen Rom-Neapel und Rom-Florenz, wo technische Störungen und Beschädigungen an der Zugsteuerung festgestellt wurden. Techniker der italienischen Bahnnetzgesellschaft RFI entdeckten durchgebrannte Kabel und Schäden an Kabelschächten, die mutmaßlich durch Vandalismus verursacht wurden. Diese Vorfälle führten zu Verspätungen von bis zu 190 Minuten am Mailänder Hauptbahnhof und diversen gestrichenen Verbindungen. Fahrgäste hatten nicht nur lange Wartezeiten, sondern mussten teilweise ihre Reisen völlig absagen – eine untragbare Situation, die auch an anderen Bahnhöfen wie Florenz und Bologna zu beobachten war.

Vorangegangene Sabotageakte und Ermittlungen

Bereits am 7. Februar gab es ähnliche Sabotageaktionen im Raum Bologna, die von anarchistischen Gruppen verübt wurden. rainews.it berichtet von mindestens drei verdächtigen Vorfällen, die in der Nähe von Rom gemeldet wurden. Diese Vorfälle stehen unter dem Verdacht, als Teil einer „systematischen terroristischen Strategie“ erkannt zu werden, wie Staatssekretär Tullio Ferrante anmerkte.

Die Justiz hat Ermittlungen zu den mutmaßlichen Sabotageakten aufgenommen, während Salvini auch die Anti-Terror-Einheit in die Untersuchungen einschaltete. Bei den vorangegangenen Vorfällen und den aktuellen Schäden werden Verbindungen zwischen den verschiedenen Taten geprüft. Die Brandspuren an den beschädigten Tunnel und Kabelkanälen deuten auf mutwillige Zerstörung hin. Ungewiss bleibt, ob ein Bezug zu den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo besteht.

Geplante Maßnahmen und gesellschaftliche Reaktionen

Salvini betonte die Notwendigkeit sofortiger Maßnahmen gegen solche „hasserfüllten Straftaten“ und erklärte, dass die Sicherheit der Bürger und der Reisenden Priorität habe. Galeazzo Bignami, Abgeordneter von Fratelli d’Italia, bezeichnete die wiederholten Sabotageakte als inakzeptabel und beschämend.

Die Vorfälle erinnern in ihrer Dringlichkeit an frühere Attacken auf die Bahninfrastruktur, insbesondere die Brandanschläge auf das TGV-Netz zu Beginn der Olympischen Sommerspiele 2024 in Paris. Wie tagesschau.de feststellt, zeigt die Gesamtlage, wie empfindlich die Infrastruktur während großer internationaler Ereignisse ist und welche Herausforderungen Sicherheitskräfte bewältigen müssen, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten.