Am 27. Februar 2026 wurde bekannt, dass ein Rind auf einem Bauernhof im Bezirk Bludenz in Vorarlberg getötet werden musste, nachdem ein PCR-Test auf Rindertuberkulose positiv ausgefallen war. Dies ist Teil einer besorgniserregenden Entwicklung, da mittlerweile insgesamt sechs landwirtschaftliche Betriebe aufgrund der Krankheit gesperrt wurden. Der Hof, von dem die positive Probe stammte, muss nun umfassend gereinigt und desinfiziert werden. Alle anderen Tiere auf den betroffenen Betrieben werden ebenfalls getestet, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Ein zuvor gesperrter Hof konnte nach intensiven Hygienemaßnahmen kürzlich wieder freigegeben werden.
Rindertuberkulose, eine durch Mycobacterium bovis und Mycobacterium caprae verursachte Infektionskrankheit, ist bekannt dafür, dass sie vor allem die Lungen von Rindern befällt. Diese Krankheit gehört zu den Zoonosen, was bedeutet, dass sie auch auf den Menschen übertragen werden kann. Der Verlauf der Tuberkulose ist oft chronisch und beginnt in der Regel symptomlos. Später können geschwulstige Veränderungen, sogenannte Tuberkel, in den Lymphknoten und Organen auftreten. Die häufigste Form ist die Lungentuberkulose. bmleh.de berichtet, dass im Verlauf der Krankheit es oft zu erheblichem Gewichtsverlust und schließlich zum Tod der Tiere kommt.
Übertragungswege und Prävention
Die Übertragung erfolgt hauptsächlich durch Luft, also durch Tröpfcheninfektionen, aber auch durch den Verzehr von erregerhaltiger Milch. Pasteurisierte Milch gilt für den Menschen hingegen als ungefährlich, da die Mykobakterien abgetötet werden. In verschiedenen europäischen Ländern, insbesondere in Spanien, Irland und Großbritannien, sind Fälle von Rindertuberkulose vermehrt zu beobachten. In Deutschland gelten strenge Vorschriften zur Bekämpfung dieser anzeigepflichtigen Krankheit, die in der Tuberkulose-Verordnung festgelegt sind, die seit 1997 in Kraft ist. lgl.bayern.de beschreibt die therapeutischen Ansätze, bei denen häufig eine Tötung und Beseitigung der erkrankten Tiere erforderlich ist, um eine Ausbreitung zu verhindern.
Die Identifizierung der Krankheit erfolgt durch spezielle diagnostische Verfahren wie den Tuberkulintest und den gamma-Interferontest. In der Regel kann die bakterielle Erkrankung eine lange Krankheitsdauer haben und zeigt oft erst spät Symptome wie Husten, Atembeschwerden oder Abmagerung. Die Überwachung der Rindertuberkulose erfolgt durch Fleischuntersuchungen beim Schlachten, um potenzielle Infektionen frühzeitig zu erkennen. bmleh.de
Mit fortlaufenden Fällen wie in Vorarlberg wird die Bedeutung von frühzeitiger Erkennung und präventiven Maßnahmen im Umgang mit Rindertuberkulose erneut unterstrichen. Experten warnen daher vor den weitreichenden Folgen einer möglichen Ausbreitung und betonen die Notwendigkeit, sowohl Tiere als auch Menschen zu schützen.