Am 20. Februar 2026 hat die Gemeinde Rheurdt in Deutschland einen entscheidenden Schritt zur Verbesserung der Löschwasserversorgung unternommen. Der Fokus liegt auf einer zuverlässigen Wasserversorgung für die Feuerwehr, um Einsätze in der Brandbekämpfung effektiver durchführen zu können. Die Feuerwehr nutzt verschiedene Entnahmestellen wie fahrzeugeigene Tanks, Feuerlöschbrunnen und Unterflurhydranten, um schnell auf Notfälle reagieren zu können.
Unterflurhydranten sind ovale Deckel, die auf Straßen und Gehwegen installiert sind und sich mit dem Trinkwassernetz verbinden. Diese Infrastruktur ermöglicht es der Feuerwehr, beim Auslösen eines Brandes schnell auf frisches Wasser zurückzugreifen. Zudem fördern Feuerlöschbrunnen Grundwasser, was die Versorgung zusätzlich sichert. Zu den Löschfahrzeugen, die über mehrere tausend Liter Wasser fassen, gehören moderne Einsatzfahrzeuge, die speziell für den Einsatz in komplexen Geländen ausgelegt sind.
Investitionen in die Zukunft
Die Gemeinde Rheurdt und die Freiwillige Feuerwehr haben festgestellt, dass es notwendig ist, das Löschwasserversorgungsnetz zu optimieren. In Zusammenarbeit mit einem Ingenieurbüro wurde ein neues Löschwasserkonzept entwickelt, das dazu dient, bestehende Lücken im Versorgungsnetz zu identifizieren. Im Rahmen dieser Initiative wurden fünf neue Löschwasserbrunnen in verschiedenen Stadtteilen wie Saelhuysen und am Landwehrweg gebohrt und in Betrieb genommen.
Darüber hinaus wurden die technischen Ressourcen der Feuerwehr modernisiert. So wurden drei neue Einsatzfahrzeuge beschafft, die mit Wassertanks von über 2.000 Litern ausgestattet sind. Diese Fahrzeuge sind durch ihren Allradantrieb in der Lage, auch in schwer zugänglichen Gebieten schnell Hilfe zu leisten. Ein Gerätewagen Logistik (GW-L2) kann Schlauchleitungen von bis zu 1.000 Metern verlegen, während das Katastrophenschutzfahrzeug (LF20-KatS) 320 Meter Schlauchleitung verlegen kann.
Zusammenarbeit und Unterstützung
Die Feuerwehr in Rheurdt kann auch auf die Unterstützung des Kreises Kleve und umliegender Kommunen zählen. Überörtlich stehen große Tanklöschfahrzeuge in Wachtendonk, Kempen, Neukirchen-Vluyn, Moers, Kamp-Lintfort und Rheinberg bereit, um im Ernstfall schnell eingreifen zu können.
Die Gemeinde appelliert an die Bürger, Hydrantendeckel und Löschbrunnen frei zu halten von Parkern, Schlamm, Grünwerk, Schnee und Eis. Dies gewährleistet eine reibungslose Entnahme während eines Einsatzes und erhöht die Sicherheit für alle.
Zusätzlich zur Verbesserung der Löschwasserversorgung in Rheurdt ist es wichtig, auf die allgemeinen Anforderungen an die Löschwasserversorgung im Objektschutz hinzuweisen. Im Februar 2024 veröffentlichte die AGBF eine Fachempfehlung, die als Orientierung dienen soll. Sie beleuchtet unter anderem die objektspezifische Bemessung des Löschwasserbedarfs sowie die Anforderungen an Löschwasserentnahmestellen. Diese Grundlagen sind entscheidend, um die Sicherheit und Wirksamkeit bei der Brandbekämpfung zu erhöhen und stellen eine wertvolle Ressource für die Planung künftiger Infrastrukturen dar. Die vollständige Empfehlung ist auf der Webseite der AGBF verfügbar.
Insgesamt zeigt die Initiative der Gemeinde Rheurdt, wie wichtig es ist, kontinuierlich in die Sicherheit der Bürger zu investieren. Durch die Verbesserung der Löschwasserversorgung wird nicht nur die Reaktionszeit im Notfall verkürzt, sondern auch das Risiko für mögliche Brandopfer minimiert. fireworld.at berichtet von diesen Entwicklungen, während weitere Informationen über die allgemeinen Anforderungen auf der Seite feuertrutz.de zu finden sind.