Das Gesundheitshaus Gmünd hat vor Kurzem innovative Therapien zur Behandlung von Beckenbodenschwäche eingeführt. Im Rahmen der Modernisierung, die 2024 begann, wird hier nun der „EMP Chair pro“ eingesetzt, ein modernes Gerät zur Elektrostimulation, das speziell zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur entwickelt wurde. Dieser Fortschritt ist Teil eines umfassenden neuen Markenauftritts und neuer Angebote, der auch mit einer Neugestaltung des Eingangsbereichs und einer Reduzierung des Energieverbrauchs durch bessere Wärmedämmung einhergeht. Der alte Therapiebeckenbereich wurde entfernt, da er sich als unwirtschaftlich erwies.

Der „EMP Chair pro“ arbeitet mit der HI-EMP-Technologie (High-Intensity Electro-Magnetic Power) und stimuliert alle Schichten des Beckenbodens, ohne dass die Patienten aktive Beiträge leisten müssen. Diese Methode ist für Personen geeignet, die Schwierigkeiten mit körperlicher Anstrengung haben, darunter Frauen und Männer jeden Alters. Typische Ursachen für eine geschwächte Beckenbodenmuskulatur sind Alter, Schwangerschaft oder postoperative Veränderungen.

Funktionsweise und Vorteile

Der Stuhl erzeugt elektromagnetische Impulse, die in einer Anwendung bis zu 12.000 Muskelkontraktionen hervorrufen können. Dabei zielt die Therapie auf den Muskelaufbau (Hypertrophie) und die Neubildung von Muskelfasern (Hyperplasie) ab. Eine Sitzung dauert 28 Minuten und ist dabei völlig schmerzfrei. Nach sechs bis zehn Sitzungen berichten viele Patienten von spürbaren Ergebnissen.

Die Hauptanwendungsgebiete des „EMP Chair pro“ sind vielfältig. Dazu gehören die Behandlung von Inkontinenz, sowohl belastungs- als auch drangbedingter Art, Rückenbeschwerden und die Rückbildung nach der Geburt. Die Behandlung bietet nicht nur einen hohen therapeutischen Erfolg, sondern verbessert auch die Lebensqualität der Betroffenen erheblich.

Vergleich mit klassischem Training

Im Gegensatz zum klassischen Beckenbodentraining, das oft nur ein bis zwei Muskelschichten anspricht und eine aktivere Teilnahme der Patienten erfordert, ermöglicht der EMP Chair pro eine umfassende, passive Therapie. Während das konventionelle Training je nach Disziplin 15 bis 20 Minuten in Anspruch nimmt, bietet das innovative Gerät eine gleichzeitige Stimulation aller drei Muskelschichten in nur 28 Minuten.

Während der Behandlung verspüren die Nutzer ein angenehmes Kribbeln und rhythmische Muskelbewegungen. Eine spezielle Vorbereitung ist nicht notwendig, jedoch sollten metallische oder elektronische Gegenstände abgelegt werden, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Zusätzlich wird bei der Elektrostimulation, die eine der vielfach diskutierten Therapiemethoden darstellt, elektrische Impulse genutzt, um die Beckenbodenmuskulatur zu kräftigen. Diese Technik hat sich als besonders effektiv erwiesen, um Inkontinenz zu behandeln und die neuromuskuläre Kontrolle zu verbessern.

Es ist wichtig, dass vor Beginn einer Therapie ärztliche Beratung in Anspruch genommen wird, um Kontraindikationen wie akute Infektionen, das Vorhandensein eines Herzschrittmachers oder Schwangerschaft auszuschließen.

Abschließend zeigt die Einführung des „EMP Chair pro“ im Gesundheitshaus Gmünd, wie moderner Ansatz und therapeutische Innovationen Hand in Hand gehen, um die Lebensqualität der Patienten zu steigern und gleichzeitig ein oft tabuisiertes Thema in den öffentlichen Fokus zu rücken. Durch solche innovativen Therapien kann nicht nur die Beckenbodengesundheit gefördert werden, sondern auch wesentlich zur allgemeinen Gesundheit und Lebensqualität der Betroffenen beigetragen werden.

Weitere Informationen zu den neuen Therapieangeboten finden Sie auf den Webseiten NOEN, Fitnessfloor und Gesundheits-Lexikon.