Im März 2023 erreichte die Preis-Schere am Energiemarkt in Österreich ein Rekordniveau. Der Preis für eine Tonne Holzpellets blieb stabil bei 406 Euro, während der Preis für Heizöl extraleicht im Vergleichszeitraum um 55 Prozent stieg. Diese Entwicklung führt dazu, dass ein durchschnittlicher Haushalt mit Pelletheizung jährlich 2.387 Euro im Vergleich zu einer Ölheizung spart, was einem zusätzlichen Netto-Monatsgehalt entspricht. Im direkten Vergleich zu Gasheizungen beträgt die Ersparnis sogar 2.510 Euro pro Jahr. Doris Stiksl, Geschäftsführerin von proPellets Austria, bezeichnet diese Differenz als eine „historische Kluft“ zwischen fossilem und nachhaltigem Heizen. Die felsenfeste Preissicherheit bei Holzpellets bietet Haushalten Schutz vor der Teuerung auf dem Energiemarkt.
Die 55 österreichischen Pelletierwerke haben im Jahr 2025 erstmals über zwei Millionen Tonnen Pellets produziert. Der aktuelle Inlandsverbrauch liegt bei 1,5 Millionen Tonnen, was die Versorgung mit qualitativ hochwertigen Pellets sichert. Stiksl weist zudem auf die Dringlichkeit der Wärmewende in Österreich hin, insbesondere angesichts der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen, die mittlerweile ein ganzes Monatsgehalt kosten können.
Einsparungen durch Pelletheizungen
Die finanziellen Vorzüge einer Pelletheizung sind unbestreitbar. Wie aus proPellets hervorgeht, kann jeder Haushalt mit Pelletheizung von deutlich niedrigeren Heizkosten profitieren. Außerdem zahlt sich die Investition in erneuerbare Energien nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch aus. Pelletheizungen bieten nicht nur stabile Preise im Vergleich zu fossilen Energieträgern, sondern fördern zudem regionale Wertschöpfung durch heimische Produktionsstätten.
Angesichts von stark schwankenden Energiepreisen wird der Umstieg auf Pelletheizungen immer wirtschaftlich attraktiver. Im Zusammenhang mit der aktuellen Marktlage fordert proPellets Austria im Rahmen des Doppelbudgets 2027/28 ausreichend Fördermittel für den Umstieg auf nachhaltiges Heizen und keine Anreize für fossile Heizsysteme.
Heizkosten im Vergleich
Ein Heizkostenvergleich zeigt weitere Einsparungen und Kosteneffizienzen von Pelletheizungen. Laut dem Heizspiegel 2025 verdienen Pelletheizungen mit jährlichen Heizkosten von etwa 1.260 Euro (7 ct/kWh) eine signifikante Erwähnung. Diese Zahlen sind im Vergleich zu anderen Heizformen wie Gasheizungen (~1.980 Euro) und Ölheizungen (~2.520 Euro) äußerst konkurrenzfähig. Die Investitionskosten über 20 Jahre liegen bei Pelletheizungen zwischen 45.000 und 60.000 Euro, wobei Förderungen von bis zu 70 % in Anspruch genommen werden können.
In Anbetracht steigender CO₂-Preise, die Gas und Öl stark belasten werden, stellen Pelletheizungen eine zukunftssichere Option dar. Diese Heizsysteme sind nicht nur kosteneffizient, sondern auch weniger anfällig für Preisschwankungen aufgrund geopolitischer Ereignisse. Dies macht sie zu einer klimaschonenden und wirtschaftlich tragfähigen Wahl für zukünftige Generationen.

