Die Feuerwehr Hennef hat am 7. Jänner 2026 eine realistische Übung zur Menschenrettung auf einem zugefrorenen Teich durchgeführt. Bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt und reichlich Schnee trainierte die Löscheinheit Stadt Blankenberg den Ernstfall unter extremen Bedingungen. In diesem Kontext berichtete fireworld.at, dass zur Simulation der Rettungsaktion Überlebensanzüge verwendet wurden, um die Feuerwehrleute vor der Auskühlung durch das kalte Wasser zu schützen.

Die Übungen umfassten verschiedene Szenarien, bei denen die Einsatzkräfte den Umgang mit den Kälteschutzanzügen erprobten und wichtige Aspekte der Eisrettung trainierten. Ein zentraler Punkt war die Sicherung der Feuerwehrkameraden durch Sicherheitsleinen, um das Risiko des Einbrechens ins Eis zu minimieren. Hierbei wird das Gewicht des Helfers auf eine große Fläche verteilt, was die Stabilität auf der Eisfläche erhöht.

Einsatztaktiken und Hilfsmittel

Für die Übungen setzten die Feuerwehrleute verschiedene Hilfsmittel ein, darunter Steckleiterteile, Spineboards und Schleifkorbtragen. Ein Helfer bewegte sich auf der Eisfläche und schob entweder den Schleifkorb oder das Spineboard in Richtung der hypothetischen eingeknickten Person. Alle verwendeten Materialien waren mit Leinen gesichert, sodass die gerettete Person schnell und sicher aus dem Gefahrenbereich gezogen werden konnte.

Die Teiche, auf denen die Übung stattfand, wurden freundlicherweise von den Natur- und Angelfreunden Stein sowie der Stadt Blankenberg zur Verfügung gestellt. Im Anschluss an die anstrengende Übung gab es für die Teilnehmer warme Erbsensuppe im Feuerwehrhaus.

Warnungen und Sicherheitstipps

Im Zuge der Übungen äußerte die Feuerwehr eine eindringliche Warnung: Es gibt derzeit keine geprüften und freigegebenen Eisflächen im Stadtgebiet, was das Betreten von Eisflächen zu einer erheblichen Lebensgefahr macht. Diese Warnungen sind besonders relevant, da in anderen Regionen bereits mehrere Vorfälle dokumentiert wurden, wie beispielsweise in Berlin, wo zwei Personen, darunter ein Kind, ins Eis eingebrochen sind, berichtet feuerwehrmagazin.de.

Zusätzlich empfiehlt die Feuerwehr, dass bei einem Eisbrechereignis die Feuerwehr unter 112 alarmiert wird. Die Einsatzkräfte sollten sich nicht selbst in Gefahr bringen und die Eigensicherung beachten. Vorsicht ist geboten, wenn das Eis knistert, Risse aufweist oder Wasser austritt. In solchen Fällen sollten Betroffene flach hinlegen und vorsichtig zum Ufer robben.

Die Verhaltensregeln bei Einsätzen auf Eis und Schnee umfassen auch die Nutzung von Rettungsgeräten wie Ringe, Leinen oder Äste, um die Sicherheit der Helfer zu gewährleisten. Gerettete Personen sollten in warme Decken gehüllt und vorsichtig erwärmt werden. Diese Empfehlungen stammen von feuerwehrverband.de, die auch auf die Gefahren von Unterkühlung hinweisen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Feuerwehr Hennef mit ihrer Übung einen wertvollen Beitrag zur Sicherheit in der Wintersaison leistet. Die ständige Schulung der Einsatzkräfte und das Bewusstsein für die Gefahren, die von zugefrorenen Gewässern ausgehen, sind entscheidend, um im Notfall schnell und effektiv handeln zu können.