In einer bemerkenswerten Auktion, die kürzlich stattfand, erzielte der Nachlass des verstorbenen Schauspielers und Regisseurs Otto Schenk einen Erlös von 1,75 Millionen Euro. Die Verkaufsquote lag bei beeindruckenden 100 Prozent. Dies wurde von Kleine Zeitung berichtet. Der Durchschnittspreis der Objekte übertraf den ursprünglich angesetzten Startpreis um das 5,5-fache. Das Sortiment umfasste eine Vielzahl von Kunstwerken, darunter Gemälde, Arbeiten der Wiener Werkstätte, Sammlungen französischen und böhmischen Jugendstilglases sowie Möbel und persönliche Erinnerungsstücke.

Zu den Top-Losen gehörten Egon Schieles Gemälde „Steinach am Brenner“, das aus einem Startpreis von 8.000 Euro auf eindrucksvolle 200.000 Euro steig, sowie Koloman Mosers Ölbild „Dents du Midi“, das einen Zuschlag von 156.000 Euro erhielt, bei einem Startpreis von 100.000 Euro. Auch ein Spiegel von Josef Hoffmann erzielte den Preis von 41.600 Euro und übertraf damit ebenfalls den bescheidenen Startpreis von 800 Euro. Ingesamt wurden bei dieser Auktion 5.000 Gebote abgegeben.

Rekorderlöse im Dorotheum

Die Erfolge der Auktionen setzten sich auch im Dorotheum fort, wo ein weiteres Highlight stattfand. Egon Schieles „Kauernder Rückenakt“ aus dem Jahr 1917 wurde für atemberaubende 3,23 Millionen Euro verkauft. Diese Summe zeigt die hohe Wertschätzung, die Werke von Schiele auf dem Kunstmarkt genießen. Der Zuschlag betrug zunächst 2,7 Millionen Euro, zuzüglich des Aufgeldes. Das Werk war zuvor restituiert worden und gehörte einst zur Sammlung von August und Serena Lederer, wie Heute berichtet.

Weiterhin wurden auch andere bedeutende Werke versteigert, darunter De Chiricos „Due Cavalli“, das für 825.000 Euro einen neuen Besitzer fand, und Marc Chagalls Kunstwerk, das 598.000 Euro brachte. Insgesamt verzeichnete die Auktion im Dorotheum einen Umsatz von über zehn Millionen Euro und stellte somit das beste Ergebnis in der Geschichte des Hauses dar.

Kunstmarkt im Wandel

Der Kunstmarkt entwickelt sich rasant weiter, und Tools wie Preisdatenbanken bieten wichtigen Zugang zu relevanten Informationen. Plattformen wie ArtNet und Artprice ermöglichen Kunstsammlern und -händlern, schnelle Marktanalysen vorzunehmen und vermitteln ein besseres Verständnis der Preisentwicklungen der letzten Jahre. Diese Unternehmen, die beide über umfangreiche Datenbanken verfügen, sind entscheidend für den internationalen Kunsthandel.

ArtNet bietet nicht nur eine Preis-Datenbank, die seit 1985 Ergebnisse dokumentiert, sondern auch ein Galeriennetzwerk für Online-Ausstellungen. Artprice hingegen bringt es auf über 27 Millionen Indexe und aktualisiert Daten von 4.500 Auktionshäusern, um Markttrends zu kommunizieren. Während der Kunstmarkt weiterhin boomt und Rekordpreise erzielt werden, bleibt die Transparenz der Preise durch solche Plattformen von essenzieller Bedeutung, um Sammlern und Investoren ein klares Bild des Marktes zu bieten, als auch Kunstverständnis zu fördern. Weitere Ressourcen im Kunstbereich sind Artfacts.Net und Skate’s Art Market Research, die wertvolle Hinweise und Analysen bereitstellen Kunstgeschichte.info.