Am Freitag, den 23. Jänner 2026, findet im Wiener Rathaus eine eintägige Klausur der Stadtregierung statt, die unter dem Motto „Starke Wirtschaft – Starkes Wien“ steht. Ziel dieser Sitzung ist es, Maßnahmen und Projekte zur Ankurbelung des Wirtschaftswachstums sowie zur Steigerung der Beschäftigung in Wien zu erarbeiten. Dies geht aus den Informationen von presse.wien.gv.at hervor.
Die Klausur wird im Stadtsenatssitzungssaal stattfinden und ist eine gemeinsame Veranstaltung der SPÖ und Neos. Diverse Maßnahmen für Unternehmen werden einen zentralen Punkt der Gespräche darstellen. In den letzten Jahren hat Wien als einziges Bundesland in Österreich ein Wirtschaftswachstum verzeichnet und die Wirtschaftsleistung Wiens entspricht rund 25,4 Prozent der gesamten Leistung Österreichs, bei etwa 130 Millionen Euro.
Fokus auf Beschäftigung und Innovation
Die Stadtregierung hat einige zentrale Initiativen ins Leben gerufen, um das Wachstum zu unterstützen. Unter anderem wird die Frauenarbeitsstiftung gestartet, die 100 Frauen ohne Berufsausbildung die Möglichkeit bietet, beruflich neu zu starten. Gleichzeitig wird eine Joboffensive in Zusammenarbeit mit waff und AMS Wien durchgeführt, die darauf abzielt, 1.000 Jugendliche im Alter von 18 bis 24 Jahren zu unterstützen, um Langzeitarbeitslosigkeit zu vermeiden. Bisher haben bereits über 80 Personen einen neuen Job gefunden, was die Dringlichkeit und den Erfolg dieser Maßnahmen unterstreicht.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Beschäftigungsoffensive für Personen über 50. In Kooperation mit AMS Wien wurden bereits 2.500 Jobs geschaffen. Die Stadt ist bereit, Lohn- und Lohnnebenkosten nahezu komplett für die ersten vier Monate und zu zwei Dritteln für weitere vier Monate zu übernehmen. Diese Initiativen sind Teil einer umfassenden wirtschaftspolitischen Strategie, die auch Programme für Innovationskraft und Gründerförderungen einschließt.
Ausblick auf die Wirtschaftsentwicklung
Die Stabilität der Wiener Wirtschaft zeigt sich auch in den Prognosen für die kommenden Jahre. Laut wko.at wird die Bruttowertschöpfung in Wien 2026 um 1,3 Prozent steigen, während die Zahl der unselbstständig Beschäftigten um 1,1 Prozent wachsen wird. Dies liegt deutlich über dem österreichischen Durchschnitt. Zudem wird die Arbeitslosenquote in Wien auf 11,7 Prozent zurückgehen.
Wien hat sich in der Vergangenheit als Motor für Beschäftigung und Wachstum erwiesen und wird auch in Zukunft mit gezielten Investitionen in Innovation, Digitalisierung und nachhaltige Stadtentwicklung weiteren Aufschwung erzeugen. Projekte wie AITHYRA zielen darauf ab, technologische Spitzenprojekte voranzutreiben und die wirtschaftliche Basis Wiens weiter zu festigen.
Nach der Klausur wird es ein Mediengespräch mit Schlüsselpersonen der Stadtregierung geben, darunter Bürgermeister Michael Ludwig und Vizebürgermeisterinnen Kathrin Gaál und Bettina Emmerling. Die Presse ist eingeladen, die Ergebnisse der Sitzung zu verfolgen, und der Zugang ist ausschließlich mit gültigem Presseausweis gestattet. Für Medienvertreter gibt es bereits um 9 Uhr die Möglichkeit zur Fotodokumentation im Stadtsenatssitzungssaal, während das Mediengespräch im Festsaal um 13 Uhr beginnt. Das gesamte Event wird live auf wien.gv.at übertragen.