Die Inflation in Österreich nähert sich einer Trendwende. oe24 berichtet, dass die Inflationsrate für 2026 auf 2,2% gesenkt werden kann, nachdem sie 2025 noch bei 3,6% lag. Die Regierung hat mehrere Maßnahmen ergriffen, die voraussichtlich eine Dämpfung der Teuerung um etwa 0,7 Prozentpunkte bewirken werden. Damit verbessert sich die wirtschaftliche Situation in einer Zeit, in der viele europäische Länder weiterhin mit hohen Preisen kämpfen.

Die Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer und Staatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl von der ÖVP sehen die aktuellen Zahlen als positives Signal. Sie heben hervor, dass die vorangegangene Winterprognose für 2023 eine Inflation von 2,5% prognostiziert hatte. Besonders bemerkenswert ist, dass der Rückgang der Inflation größtenteils durch einen sogenannten „Basiseffekt“ zustande kommt, der 0,8 Prozentpunkte ausmacht.

Maßnahmen zur Inflationsdämpfung

Die Regierung setzt zahlreiche Maßnahmen ein, um die Inflation zu senken. Eine Senkung der Elektrizitätsabgabe trägt mit 0,12 bis 0,16 Prozentpunkten zur Entlastung bei. Preissenkungen der Energieversorger Verbund und EVN haben ebenfalls Einfluss, mit einer Reduzierung um 0,11 bzw. 0,05 Punkte. Zudem wird durch einen Sozialtarif eine weitere Entlastung von 0,03 Prozentpunkten erwartet. Laut Hattmannsdorfer könnten auch andere Landesenergieversorger ähnliche Preissenkungen vornehmen, um die Last für die Bevölkerung zu verringern.

Die Ausweitung der Mietpreisbremse könnte die Inflationsrate um 0,13 Prozentpunkte senken. Eine temporäre Senkung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel wird mit weiteren 0,2 Prozentpunkten zu Buche schlagen. Diese Maßnahmen zusammen könnten einem durchschnittlichen Haushalt jährliche Ersparnisse von etwa 900 Euro bringen, was einen signifikanten Beitrag zur finanziellen Entlastung darstellt.

Geopolitische Risiken und zukünftige Prognosen

Der IHS-Ökonom Koch warnt jedoch, dass geopolitische Unsicherheiten dazu führen könnten, dass die Preise wieder ansteigen. Die Prognose sieht für Jänner 2026 eine Inflation zwischen 2,4 und 2,5% vor. Diese Zahlen zeigen, dass trotz der positiven Entwicklungen weiterhin Vorsicht geboten ist. Vizekanzler Andreas Babler von der SPÖ sieht die Senkung der Inflationsprognose als Bestätigung für den Kurs der Regierung und spricht sich für weitere Maßnahmen aus, darunter die Überprüfung der Spritpreise.

Zusammenfassend zeigt die aktuelle Lage ein bemühtes Bild der Regierung, die bestrebt ist, das Inflationsziel von 2% zu erreichen. Parallel zu den Maßnahmen im Energiebereich strebt die Bundesregierung an, dass sinkende Großhandelspreise auch den Konsumenten zugutekommen, um die Lebenshaltungskosten nachhaltig zu senken. Wie infothek.bmimi.gv.at berichtet, wird auch die Transparenz der Energiepreise erhöht, um den Verbrauchern ein besseres Verständnis der Marktentwicklungen zu ermöglichen.

Österreichs Zukunft in Bezug auf Inflationsbekämpfung bleibt daher spannend, und es bleibt abzuwarten, wie effizient die Maßnahmen langfristig wirken werden.