Real Madrid hat sich mit einem 2:1-Sieg im Playoff-Rückspiel gegen Benfica Lissabon für das Achtelfinale der Champions League qualifiziert. Mit einem Gesamtscore von 3:1 setzten sich die Spaniarden durch. Das Match verlief jedoch nicht ohne Schwierigkeiten, da Benfica in der 14. Minute durch ein Tor von Rafa Silva in Führung ging.

Der Torwart Thibaut Courtois äußerte im Nachgang, dass Real Madrid schlecht ins Spiel gestartet sei und die Portugiesen zahlreiche Chancen kreiert hatten. Aurélien Tchouaméni, der für Madrid nach nur zwei Minuten den Ausgleich erzielte, erklärte, dass die Mannschaft durch eine Anpassung ihrer Verteidigungsweise besser ins Spiel fand. Courtois lobte den Charakter der Mannschaft und betonte die Wichtigkeit, nach einem Rückstand weiterzuarbeiten.

Spannende Wendungen und ein starkes Comeback

Im Verlauf des Spiels hatten die Einwechselspieler einen entscheidenden Einfluss auf die Partie, wie Tchouaméni feststellte. Er selbst agierte offensiver und konnte somit besser in die Offensive eingreifen. Vinicius Junior erzielte schließlich in der 80. Minute den entscheidenden Treffer zum 2:1 nach einer präzisen Vorlage von Federico Valverde. Diese Leistung macht ihn zum Schlüsselspieler, da er in den letzten fünf Pflichtspielen bereits sechs Tore erzielte.

Die Begegnung war zudem von einem Vorfall überschattet, bei dem der Benfica-Spieler Gianluca Prestianni wegen mutmaßlicher rassistischer Äußerungen gegen Vinicius Junior in den Fokus geriet. Prestianni bestritt die Vorwürfe, die UEFA hat bereits Ermittlungen eingeleitet. Im Rahmen des Spiels zeigte Real Madrid ein Banner mit der Botschaft „Nein zu Rassismus“.

Verletzung und Genesungswünsche

Ein weiterer beunruhigender Moment war die Verletzung von Raul Asencio, der nach einem Zusammenstoß mit Eduardo Camavinga vom Platz getragen werden musste. Courtois äußerte Genesungswünsche und hofft auf eine schnelle Rückkehr für Asencio.

Außerhalb des Spiels zeigen zahlreiche Fußballvereine und Organisationen ein starkes Engagement gegen Rassismus. Laut einer Umfrage aus 2020 engagieren sich über 69% der Fußballvereine in Deutschland für die Integration von Migrant*innen. Trotz dieser Bemühungen berichten viele schwarze Fußballspieler von rassistischen Übergriffen, sowohl im Netz als auch im Stadion. Die Debatte über Rassismus im Fußball bleibt aktuell, insbesondere nach den Vorfällen in verschiedenen europäischen Ligen, die die Notwendigkeit eines kontinuierlichen Diskurses über Diskriminierung und Integration unterstreichen.

In anderen europäischen Partien konnte Galatasaray Juventus nach einem spannenden Duell ausschalten, während Atalanta einen Rückstand gegen Borussia Dortmund aufholte. PSG sicherte sich ebenfalls den Einzug ins Achtelfinale mit einem knappen Gesamtsieg über Monaco.