Matthias Letsch und Co-Trainer Kai Hesse wurden heute von ihren Ämtern bei RB Salzburg entlassen. Letsch übernahm das Traineramt zu Beginn des Jahres 2025 und betreute die Mannschaft in insgesamt 56 Pflichtspielen, dabei erzielte das Team einen Punkteschnitt von 1,55. Trotz eines vielversprechenden Starts ins Jahr 2026 gab es zuletzt jedoch eine Phase der Ratlosigkeit, die schließlich zu dieser Entscheidung führte. Ein entscheidendes 1:1 gegen den Vorletzten GAK am vergangenen Sonntag rief die Verantwortlichen auf den Plan, die die Entwicklung unter Letsch als unzureichend bewerteten. Der Druck, Titel zu gewinnen, auch bei einer nicht dominanten Leistung in der Liga, war stets hoch.
Nach 33 Punkten in der aktuellen Liga-Saison wird angesichts der Inkonstanz der Konkurrenz zwar ein Platz an der Tabellenspitze verteidigt, die tatsächlichen Leistungen weichen jedoch stark von den gewohnten, glanzvollen Auftritten ab. Letsch merkte an, dass die Probleme seines Teams nicht nur am Kader oder der Spielweise liegen, sondern auch an der Rolle des Trainers selbst. Zur Winterpause 2024/25 stand Salzburg nur auf dem fünften Platz, zehn Punkte hinter dem Tabellenführer Sturm Graz, was eine Stabilisierung unter Letsch notwendig machte. Am Ende der Saison erreichte Salzburg Platz zwei.
Erwartungen an den Nachfolger
Die Fans und Verantwortlichen erhoffen sich von Letschs Nachfolger, dass die Spieler wieder mehr „von der Leine gelassen werden“. Ein Neuanfang wird angestrebt, nachdem der Stil und die Leistung des Teams unter Letsch nicht den hohen Ansprüchen genügten. Der neue Trainer könnte bereits am Sonntag beim Auswärtsspiel gegen LASK zum Einsatz kommen. LASK ist seit Ende September unbesiegt und liegt punktgleich mit Salzburg.
Die Mitarbeiterhistorie des FC Red Bull Salzburg dokumentiert die Amtszeiten aller Trainer des Vereins. Laut transfermarkt.at umfasst diese Historie sämtliche Trainer, Präsidenten und sportlichen Leiter seit 1954. Letsch war von 1. Jänner 2025 bis 17. Februar 2026 im Amt, was einer Dauer von 412 Tagen und einer Spieleanzahl von 561,55 pro Saison entspricht.
Trainerwechsel in der 1. Fußball-Bundesliga sind ein häufiges Phänomen. Seit der Saison 1963/1964 gab es zahlreiche Wechsel, eine Übersicht dazu bietet Statista. Diese Statistiken verdeutlichen die besondere Dynamik im Trainergeschäft und den ständigen Wandel in den Vereinen, wobei auch das Schicksal von Letsch Teil dieser Entwicklung ist.