Der SK Rapid Wien steht vor einer ernsthaften Herausforderung, nachdem das Team mit einer Sektorsperre von drei Spielen bestraft wurde. Diese Strafe folgt auf Verstöße gegen Bewährungsauflagen, die in Verbindung mit fanatischen Ausschreitungen stehen. Insbesondere wird erwartet, dass auch eine Geldstrafe in Höhe von 150.000 Euro wegen Verstößen gegen die Pyrotechnik verhängt wird. Diese Maßnahmen haben nicht nur wirtschaftliche Konsequenzen, sondern schädigen auch das Image des Vereins, wie 90minuten berichtet.
Die Sektorsperre wird Block West sowie die Sektoren 4 und 5 der Nordtribüne betreffen, was zur Folge haben wird, dass beim ersten Heimspiel der Meistergruppe gegen Red Bull Salzburg am 30. März rund 9.000 Zuschauer weniger im Allianz Stadion Platz finden werden. Die Vereinsführung von Rapid hat bereits Protest gegen die Geldstrafe eingelegt und versucht, den finanziellen Verlust, der durch die Teilsperre beim Ticketing und in der Gastronomie entsteht, so gering wie möglich zu halten. Dennoch wird deutlich, dass die vier Personen, die sich im letzten Spiel gegen TSV Hartberg falsch verhalten haben, mit sofortigem Hausverbot belegt wurden, und ein bundesweites Stadionverbot beantragt wird. Laola1 informiert weiterhin, dass eine Identifizierung weiterer verantwortlicher Fans durch die zuständigen Behörden zu erwarten ist.
Sicherheitsrisiken im Fußball
Die Situation bei Rapid ist Teil eines größeren Problems im Fußball, das immer wieder in den Fokus rückt. Immer wieder wird kritisiert, dass ein Fußballplatz kein Ort für Angst um die körperliche Unversehrtheit sein sollte. Die Diskussion über den Umgang mit problematischen Fangruppen läuft bereits seit Jahren, und viele Stimmen fordern, dass die Maßnahmen gegen die Ursachen von Ausschreitungen verstärkt werden. Sektorsperren scheinen in der Praxis keinen Lerneffekt bei den Fans zu erzielen, was die Notwendigkeit einer fortdauernden Diskussion über diese Themen deutlich macht, so 90minuten.
In diesem Kontext geht auch die Bund-Länder-offene-Arbeitsgruppe (BLoAG) auf verschiedene Aspekte ein. Bei einer am 12. November 2025 stattgefundenen Sitzung diskutierten Vertreter aus Politik, Polizei, DFB, DFL sowie Fanprojekten über die Sicherheit in Fußballstadien. Hintergrund war ein Spitzengespräch vom Oktober 2024, das die Zahl der Polizeieinsatzstunden und Gewaltvorfälle rund um Fußballspiele thematisierte. Ziel der Arbeitsgruppe ist es, geeignete Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit zu vereinbaren und die Fankultur zu wahren, wie DFL betont.
Die Maßnahmen, die in der BLoAG erörtert werden, umfassen unter anderem die Reduzierung von Kartenkontingenten für Gästefans sowie die Personalisierung von Tickets. Diese Ansätze sollen helfen, die Gewaltbereitschaft zu reduzieren, die durch Einzeltäter hervorgerufen wird. Zudem planen DFB und DFL, die Anzahl der Fanbeauftragten zu erhöhen und die Sicherheitsbeauftragten zu stärken, um so das hohe Sicherheitsniveau im deutschen Fußball zu wahren.