Günther Sabransky, ein 66-jähriger Radsportler aus Lienz, hat kürzlich einen schwerwiegenden Unfall erlitten, als er während einer Radtour von Lienz nach Steinfeld und zurück in Irschen von einem Pkw angefahren wurde. Der Unfall ereignete sich an der Bahnhofskreuzung Simmerlach/Irschen, als Sabransky das Bewusstsein verlor und erst wieder zu sich kam, als der Rettungshubschrauber bereits gelandet war. Nach einer ersten Versorgung durch die Hubschrauber-Crew wurde er umgehend auf die Intensivstation der Villacher Klinik gebracht.
Die medizinischen Diagnosen umfassen mehrere Rippenbrüche, einen Schlüsselbeinbruch, Brüche des Schulterblattes und der Wirbelsäule sowie eine Hüftverletzung. Besorgniserregend ist zudem, dass seine linke Lunge unter Beobachtung steht. Trotz dieser schweren Verletzungen zeigt sich Sabransky optimistisch und versichert, dass er keine Organverletzungen erlitten hat und sich in guter medizinischer Betreuung befindet. Seine langjährige Erfahrung als aktiver Radsportler motiviert ihn, sich weiterhin um Spitzenplätze bei internationalen UCI Amateurrennen zu bemühen.
Radsport und Unfallstatistiken
Unfälle im Radsport, insbesondere Alleinunfälle, stellen ein bedeutendes Risiko dar. Die Unfallforschung der Versicherer (UDV) hat herausgefunden, dass sich die Fälle von Alleinunfällen in den letzten 15 Jahren mehr als verdoppelt haben. Im Jahr 2024 gab es knapp 27.400 Radunfälle ohne weitere Beteiligte, was rund 6.400 schweren Verletzungen und 147 Todesfällen entspricht. Solche Alleinunfälle sind verantwortlich für 29% der Radverkehrsunfälle mit Personenschaden und führen zu 33% der tödlichen und 44% der schweren Verletzungen unter Radfahrenden. Signifikant ist auch der Anstieg bei verunfallten Senioren, da der Anteil der über 66-Jährigen unter Alleinverunfallten von 14% auf 20% gestiegen ist.
Bei der Analyse von Alleinunfällen identifizierte die UDV drei zentrale Faktoren: Infrastruktur, Mensch und Fahrzeug. Ein Großteil der Radfahrenden, die in Alleinunfälle verwickelt sind, berichteten über schlechte Wegeverhältnisse als Hauptursache. Gefährliche Elemente wie Bordsteinkanten und Straßenbahnschienen spielen eine entscheidende Rolle, insbesondere in der kalten Jahreszeit, wo Nässe, Eis, Schnee und Laub die Unfallgefahr erhöhen.
Verhaltensweisen und Empfehlungen zur Unfallvermeidung
Ein erheblicher Teil der Radfahrenden gibt an, dass ihr eigenes Fahrverhalten zur Entstehung von Unfällen beiträgt. Zwei Drittel der Verunfallten haben angegeben, dass sie zu schnell für die jeweilige Situation fuhren, während unaufmerksames Fahren und starkes Bremsen ebenfalls häufig genannte Ursachen sind. Um die Sicherheit zu erhöhen, werden verschiedene Empfehlungen gegeben, wie beispielsweise die klare Führung für Radfahrende an Übergangsstellen, der Einsatz von Nullabsenkungen und ausreichende Abstände zwischen Radverkehr und Straßenbahnschienen.
Zusätzlich wird zu Fahrsicherheitstrainings beim Kauf von besonders schweren Fahrrädern, wie Pedelecs, geraten. Diese Trainings sollen helfen, die spezifischen Probleme, die sich aus Gewicht und Beschleunigung ergeben können, zu adressieren. Eine umfassende Wartung, Reinigung und ein geeigneter Winterdienst der Infrastruktur sind ebenfalls von großer Bedeutung für die Sicherheit im Radverkehr.
Die Situation von Günther Sabransky spiegelt die Risiken im Radsport wider und sollte als Weckruf zur Verbesserung der Wegeverhältnisse und des Fahrverhaltens der Radfahrenden dienen.
Weitere Informationen zu den Unfallursachen und Präventionsmaßnahmen finden Sie in den Berichten der Unfallforschung der Versicherer hier und auf der Webseite des ZIV hier. Um Sabranskys Genesung zu folgen, sind Updates zu seinem Gesundheitszustand auf dolomitenstadt.at verfügbar.