In einem aktuellen Test der Arbeiterkammer Oberösterreich wurden neun Veggie-Aufschnitte untersucht, um deren Qualität und Haltbarkeit zu bewerten. Diese Produkte, die sich in ihrem Geschmack an klassischen Fleischsorten wie Extra- oder Pikantwurst sowie Mortadella orientieren, wurden am letzten Tag ihrer Mindesthaltbarkeit eingehend analysiert.Kleine Zeitung berichtet, dass die Preisspanne der getesteten Wurstalternativen zwischen 0,87 und 3,11 Euro je 100 Gramm variiert. Fünf der Produkte wiesen eine sehr gute Qualität auf, während ein Produkt mit einer leicht klebrigen Schnittfläche dennoch als einwandfrei eingestuft wurde.

Ein besorgniserregendes Ergebnis zeigte sich jedoch, als ein Drittel der getesteten Proben, was drei Aufschnitten entspricht, am Ende des Mindesthaltbarkeitsdatums nicht mehr einwandfrei war. Hohe Gesamtkeimzahlen deuteten auf mikrobiellen Verderb hin, ohne dass jedoch krankheitserregende Keime nachgewiesen wurden. Tester empfehlen, die Sinne vor dem Verzehr einzusetzen, insbesondere auf einen säuerlichen Geruch oder Geschmack zu achten, die auf ein nicht mehr genießbares Lebensmittel hinweisen könnten.5min berichtet.

Die Inhaltsstoffe im Fokus

Die Untersuchung ergab, dass vegetari sche und vegane Wurstalternativen in der Regel weniger gesättigte Fettsäuren und weniger Fett enthalten, jedoch oft einen hohen Salzgehalt sowie zahlreiche Zusatzstoffe aufweisen. Sechs der Produkte galten als Proteinquelle, da sie mindestens 12 Prozent ihrer Energie aus Protein bezogen, wobei ein Aufschnitt sogar über 20 Prozent der Energie aus Protein lieferte und somit mit „hohem Proteingehalt“ werben darf.Die Arbeiterkammer hebt hervor, dass es unter den getesteten Produkten eine vegane Mortadella ohne Zusatzstoffe gab, während die Zutatenlisten der anderen Produkte eine Vielzahl an Inhaltsstoffen aufwiesen, darunter Verdickungsmittel, Farbstoffe, Säureregulatoren und Geschmacksverstärker.

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Zusätzlich enthalten sieben der Produkte Aromen, davon zwei auch Raucharoma, das möglicherweise bald in der Europäischen Union verboten werden könnte. Diese Faktoren werfen Fragen zur Verbraucherakzeptanz und zur Qualität der Wurstalternativen auf.

Um das volle Geschmackspotenzial und die Frische zu gewährleisten, sollten nach dem Öffnen der Verpackungen die Produkte zeitnah verbraucht werden. So kann sichergestellt werden, dass die Konsumenten die Vorteile der vegetarischen und veganen Wurstalternativen, die oft weniger gesättigte Fettsäuren und Kalorien aufweisen, ungetrübt genießen können.