Am Donnerstag, dem 2. April 2026, ereignete sich im ICE auf der Fahrt von Aachen nach Frankfurt/Main ein gefährlicher Vorfall. Ein 20-jähriger Mann, deutscher Staatsbürger aus Aachen, zündete gegen 21:00 Uhr zwei pyrotechnische Gegenstände im Zug. Dies führte zu Verletzungen von mindestens 12 Mitreisenden, darunter eine Person, die mit einem mutmaßlichen Knalltrauma ins Krankenhaus Bonn gebracht wurde. Nach einer kurzen Behandlung konnte diese jedoch entlassen werden.
Der Vorfall führte zur sofortigen Evakuierung des Zuges, in dem sich rund 180 Fahrgäste befanden. Um die Sicherheit der Reisenden zu gewährleisten, wurde der betroffene Zug umgehend geräumt. Die Bundespolizei setzte Sicherheitsmaßnahmen in Kraft, indem ein Teil des Bahnhofgeländes vorsorglich gesperrt und die Passagiere in einer nahegelegenen Turnhalle, die von der Feuerwehr bereitgestellt wurde, betreut wurden. Notfallseelsorger waren ebenfalls vor Ort, um Unterstützung zu leisten.
Festnahme und Ermittlungen
Der Täter wurde von anderen Reisenden in einer Zugtoilette eingeschlossen, bis die Bundespolizei am Bahnhof Siegburg/Bonn eintraf und ihn festnehmen konnte. Bei der Durchsuchung des 20-Jährigen wurden einige Gegenstände gefunden, darunter eine Maske, zwei Messer und zwei frei verkäufliche Rauchkörper. Die Bundespolizei führte auch eine Durchsuchung des ICE durch, fand jedoch keine weiteren gefährlichen Gegenstände.
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Diese konzentrieren sich auf die gefährliche Körperverletzung sowie auf Verstöße gegen das Sprengstoff- und Waffengesetz. Zudem wird die Motivation des Täters und die Hintergründe seiner Handlungen untersucht. Der junge Mann befindet sich derzeit im polizeilichen Gewahrsam.
Risiken von Pyrotechnik
Der Einsatz von Pyrotechnik in öffentlichen Verkehrsmitteln ist nicht nur gefährlich, sondern auch gesetzlich verboten. Wie bundespolizei.de feststellt, birgt die Nutzung von Feuerwerk und Leuchtfackeln hohe Risiken für Verletzungen, darunter Gehörschäden und Verbrennungen. Das Mitführen von Pyrotechnik kann zu polizeilichen Maßnahmen führen und möglicherweise eine Anzeige nach sich ziehen.
Die Vorfälle im Zug zeigen eindrucksvoll, wie wichtig präventive Maßnahmen und sichere Bedingungen für Reisende in öffentlichen Verkehrsmitteln sind. Es bleibt zu hoffen, dass solche gefährlichen Zwischenfälle künftig verhindert werden können.



