Österreich

Prozess gegen IS-Terroristen Lorenz K. gestartet

Beginnt ein neues Kapitel im Kampf gegen den Terror: Der Prozess gegen IS-Terrorist Lorenz K.

Der zweite Prozess gegen den ehemaligen IS-Terroristen Lorenz K., der bereits 2018 zu einer neunjährigen Haftstrafe verurteilt wurde, begann vor kurzem am Wiener Landesgericht. Der mittlerweile 25-jährige Angeklagte bekannte sich teilweise schuldig. Strengste Sicherheitsmaßnahmen wurden für die Verhandlung getroffen, darunter die Anwesenheit von Spezialkräften der Justizwache, Polizeibeamten und Verfassungsschützern. Ein Fotografier- und Filmverbot herrschte im Gerichtssaal.

Der Staatsanwalt betonte die Gefährlichkeit von Lorenz K., der im Gefängnis illegale Handys benutzte, um andere zur Begehung von Selbstmordanschlägen anzustiften. Ihm werden eine Vielzahl von im Gefängnis begangenen terroristischen Straftaten zur Last gelegt, darunter die Bestimmung zum Mord und zur vorsätzlichen Gefährdung durch Sprengmittel. Diese Verbrechen blieben im Versuchsstadium stecken. Eine Verurteilung gemäß Anklage könnte zusätzliche zehn bis 20 Jahre oder sogar lebenslange Haft bedeuten.

Nach den Anschlägen in Paris und Brüssel plante Lorenz K., damals 17 Jahre alt, weitere Attacken, darunter einen Bombenanschlag auf den US-Truppenstützpunkt Ramstein und die Planung eines Selbstmordanschlags auf einen Weihnachtsmarkt. Trotz seiner vorherigen Verurteilung scheint er seine Zugehörigkeit zum IS nicht abgelegt zu haben und setzte seine terroristischen Aktivitäten fort.

In der Justizanstalt Karlau bildete Lorenz K. mit anderen eine "Terror-Zelle" und übermittelte Propagandavideos des IS. Es wurde auch von einem misslungenen Deradikalisierungsprogramm berichtet, da K. angab, dass die Haft und die darauf folgenden Ereignisse seine Radikalisierung verstärkt hätten. Sein Anwalt betonte jedoch, dass sein Mandant nicht mehr an die salafistische Ideologie glaube. Der Prozess wird weiter fortgesetzt, um die Rolle von Lorenz K. und seinen Mitangeklagten bei den terroristischen Aktivitäten zu klären.

Ähnliche Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"