Neuartige Enthüllungen zu Prinz Andrew erschüttern erneut die Öffentlichkeit. Ein Interview mit der professionellen Masseurin Monique Giannelloni aus dem Jahr 2019, das jetzt wieder in den Fokus rückt, bietet Einblicke in ein Treffen im Buckingham Palace im Jahr 2000. Giannelloni erzählt von einer Nacktmassage, die sie auf Empfehlung von Ghislaine Maxwell durchführte. Die Bezahlung für die Massage erfolgte über einen Scheck vom Konten der königlichen Familie, was Fragen über den Umgang von Andrew mit solchen Dienstleistungen aufwirft.

Die Masseurin war 36 Jahre alt, als sie in Andrews Zimmer im Buckingham Palace empfangen wurde, und berichtet von der ungewöhnlichen Umstände ihrer Ankunft. Sie wurde ohne Sicherheitskontrolle in den Palast gelassen und wartete bei Andrew, der in einem Bademantel gekleidet war. Giannelloni erklärte, dass sie ihn als “sehr nett und sehr gentlemanlike” empfand und betonte, dass sie ihn nur einmal massierte. Der Scheck über 75 Pfund, ausgestellt von Andrews persönlicher Assistentin Charlotte Manley, verstärkt die Kontroversen um die königlichen Praktiken.

Die Verstrickungen mit Jeffrey Epstein

Die Beziehung zwischen Prinz Andrew und dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein wirft seit Jahren Fragen auf. Laut Wikipedia behauptete Virginia Giuffre, dass sie in London, New York und auf Epstein’s private Insel Little Saint James Sex mit Andrew hatte. Ihre Anschuldigungen beinhalten auch, dass sie 15.000 US-Dollar von Epstein nach einem Treffen mit Andrew erhielt. Fluglogs belegen, dass Andrew und Giuffre an den Orten waren, an denen diese Treffen stattfanden.

Ein Foto zeigt Andrew mit Giuffre und Maxwell, auch wenn seine Unterstützer die Echtheit des Bildes bestreiten. Giuffre gab an, Druck durch Epstein verspürt zu haben, um sexuelle Kontakte mit Andrew einzugehen. In einem Gerichtsbeschluss im Jahr 2015 wurden die Anschuldigungen gegen Andrew aus den öffentlichen Aufzeichnungen gestrichen, ohne deren Wahrheitsgehalt zu klären.

Königliche Konsequenzen

Andrews Verbindungen zu Epstein führten zu ernsthaften Konsequenzen für seinen öffentlichen Status. Er trat im November 2019 von seinen königlichen Patronagen zurück und gab sich selbst eine Auszeit von seinen öffentlichen Pflichten, nachdem die Vorwürfe aufgekommen waren. Trotz seiner Behauptungen, dass er Epstein erst nach dem Verurteilungsfall betroffen habe, wird er weiterhin als Person von Interesse in den laufenden Ermittlungen betrachtet.

Am 19. Februar 2026 wurde Andrew festgenommen, nachdem Anti-Königliche Organisationen Vorwürfe wegen Fehlverhaltens im öffentlichen Dienst erhoben hatten. Er konnte nach 12 Stunden der Befragung wieder freikommen, doch die Durchsuchungen seiner Wohnstätten setzen die öffentliche Aufmerksamkeit auf seine fragwürdigen Verhältnisse und die damit verbundenen Affären.

Diese komplexen und kontroversen Geschichten um Prinz Andrew und seine Bekanntschaft mit Jeffrey Epstein werfen ein schockierendes Licht auf die inneren Mechanismen des britischen Königshauses und deren Umgang mit solch belastenden Vorwürfen, die auch weiterhin für gesellschaftliches und rechtliches Aufsehen sorgen. Laut Spiegel, zeigen diese Ereignisse, dass die Pranger des öffentlichen Lebens für die royalen Mitglieder unweigerlich auf sie gerichtet sind.