Der Fall von Prinz Andrew, dem ehemaligen Duke of York, steht erneut im Mittelpunkt öffentlicher Diskussionen, nachdem neue Dokumente aus den Ermittlungen rund um Jeffrey Epstein ans Licht gekommen sind. Diese Informationen werfen ein neues Licht auf Andrews Verbindungen zu dem verurteilten Sexualstraftäter, der 2019 durch Suizid starb. Laut exxpress.at wurde in einem E-Mail-Verlauf aufzeigen, dass Epstein 2010 ein Dinner für Andrew arrangierte, an dem eine 26-jährige Russin teilnehmen sollte. Dies geschah nur kurz nach Andrews Strafe wegen Prostitution Minderjähriger.
In einer E-Mail signiert mit „HRH The Duke of York KG“ ließ Andrew verlauten, dass er „entzückt“ sei, Epstein zu sehen. Solche Nachrichten untermalen die engen Beziehungen, die Andrew zu Epstein pflegte, was viele als unangemessen erachteten. Tatsächlich plante Epstein, auch ein weiteres Abendessen mit prominenten Gästen für Andrew zu organisieren, was auf die tiefen gesellschaftlichen Verbindungen des Sexualstraftäters hinweist.
Wichtige Vorwürfe und Dokumente
Die neuen Dokumente zeigen auch, dass Andrew Epstein 2009 E-Mails sendete. Diese E-Mails beziehen sich unter anderem auf seine Ex-Frau Sarah „Fergie“ Ferguson, die während ihrer Beziehung zu Epstein 15.000 Pfund erhielt und bedauerte, einen Kontakt zu ihm gehabt zu haben. Über drei Millionen Seiten an Dokumenten wurden vom US-Justizministerium veröffentlicht, die Verstrickungen zahlreicher prominenter Persönlichkeiten in Epsteins Machenschaften betreffen. Wie independent.co.uk berichtet, lud Andrew Epstein nach dessen Verurteilung 2008 für Kinderprostitution zu einem Treffen in Buckingham Palace ein.
Es bleibt unklar, ob das Treffen tatsächlich stattfand. Andrew selbst bestritt wiederholt alle Vorwürfe, insbesondere jene von Virginia Giuffre, die ihm vorwirft, sie 2001 in London sexuell missbraucht zu haben. Giuffre war damals erst 17 Jahre alt und alleged, dass sie im Schlepptau von Epstein zu Andrew gebracht wurde. Obwohl Andrew nie einen formellen Schuldspruch erhielt, einigte er sich in einem Zivilprozess in den USA, was zu einem massiven Verlust seiner royalen Titel führte.
Erschreckende Entwicklungen und die öffentliche Wahrnehmung
Die Enthüllungen werfen auch Fragen über Andrew und seine Rolle innerhalb der britischen Monarchie auf. König Charles sprach 2022 eine Aberkennung des Titels „Prinz“ aus, sodass Andrew nun als Andrew Mountbatten-Windsor bekannt ist. Der Druck auf ihn wuchs weiter, als er gezwungen wurde, seine Residenz, die Royal Lodge auf dem Gelände von Schloss Windsor, zu verlassen. Die anhaltende Kontroverse und die dunklen Wolken, die mit dem Namen Epstein verbunden sind, sorgen dafür, dass Andrew immer wieder in die Kritik gerät.
Die Beweise und E-Mails, die nun aus den Epstein-Akten veröffentlicht wurden, enthalten auch Informationen über andere wichtige Akteure in diesem Skandal, wie Ghislaine Maxwell, die nicht nur Epstein, sondern auch Andrew gut kannte. Spiegel.de hebt hervor, dass Maxwell Andrew nach dem Tod der Queen Mum im Jahr 2002 kondolierte. Diese Verbindungen bleiben besorgniserregend und werfen einen Schatten auf die britische Monarchie.
An den Enthüllungen wird deutlich, dass die Verstrickungen im Epstein-Skandal weitreichende Folgen haben. Andrews Behauptungen, von Epsteins Machenschaften nichts gewusst zu haben, stehen im Widerspruch zu den dokumentierten Kontakten und seiner fortgesetzten Beziehung zu Epstein, selbst nach dessen Verurteilung. Dieses komplexe Beziehungsgeflecht wird weiterhin die öffentliche Wahrnehmung und Diskussion um Andrew prägen.