Die Spritpreise in Österreich haben in den letzten Wochen ein besorgniserregendes Niveau erreicht, was vor allem auf den aktuellen Nahost-Konflikt zurückzuführen ist. Nach Angaben von 5min sind die Preise für Diesel und Benzin seit Anfang März in alarmierendem Maße angestiegen. Diesel ist um etwa 70 Cent pro Liter teurer geworden, während der Preis für Benzin um rund 40 Cent pro Liter gestiegen ist.
Die österreichische Regierung hat auf diese Entwicklung reagiert und eine Spritpreisbremse eingeführt, die ab dem 1. April 2026 in Kraft tritt. Allerdings wird erwartet, dass die Auswirkungen dieser Maßnahme nicht sofort spürbar sein werden. Laut dem ÖAMTC wird eine Senkung um durchschnittlich zehn Cent pro Liter angestrebt, doch die Wirksamkeit dieser Maßnahme könnte sich aufgrund der bereits stark gestiegenen Preise als unzureichend herausstellen.
Aktuelle Preislevels und Trends
Der durchschnittliche Dieselpreis liegt derzeit knapp unter 2,25 Euro pro Liter, der höchste Tageswert seit Beginn des Ukraine-Kriegs. Diese Preise sind nicht nur an dem Konflikt, sondern auch an der CO2-Bepreisung gebunden, die zu einer weiteren Erhöhung beigetragen hat. Der ÖAMTC berichtet, dass der Monatsdurchschnitt für Diesel 46,3 Cent und für Super 28,2 Cent über dem Niveau vom Februar lag.
Ein kurzfristiger Blick auf die aktuellen Preisentwicklungen zeigt, dass mögliche Preissenkungen am Karfreitag stark von internationalen Preisnotierungen abhängen werden. Tankstellenbetreiber in Grenzregionen haben oft günstigere Preise, jedoch gehen längere Wartezeiten mit diesen Angeboten einher. Es lohnt sich für Reisende, die Kraftstoffpreise im Ausland zu vergleichen, bevor sie einen Stopp einlegen.
Tanken im Ausland: Wo es günstiger ist
Für Autofahrer, die über die Feiertage ins Ausland reisen, gibt es einige interessante Überlegungen. In Ungarn und der Slowakei sind oft niedrigere Preise verfügbar, jedoch meist nur für Staatsbürger. In Deutschland hingegen sind die Spritpreise höher als in Österreich, während Italien gelegentlich von Steuersenkungen profitiert und so günstigere Preise anbietet. In Slowenien und Kroatien sind die staatlich regulierten Höchstpreise oft unter dem österreichischen Durchschnitt.
Ein Tipp des ÖAMTC ist, frühestens am Donnerstag-Nachmittag zu tanken, um von möglichen Preisreduktionen zu profitieren. Außerdem wird geraten, nicht mit einem fast leeren Tank zu reisen, da vereinzelt aufgrund der Preisanstiege Tanks leergekauft sein könnten.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Situation an den Tankstellen sowohl durch geopolitische Konflikte als auch durch nationale Preispolitiken beeinflusst wird. Verbraucher sind aufgefordert, sowohl lokale als auch internationale Preistrends im Blick zu behalten und gegebenenfalls die teuersten Tankstellen zu meiden.




