Prädiabetes ist eine alarmierende Vorstufe zur Zuckerkrankheit, die immer mehr Menschen betrifft. In Österreich wird diese Erkrankung häufig zu spät entdeckt – im Durchschnitt um sechs Jahre. Laut einem Bericht von Krone ist es entscheidend, dass Betroffene über ihr erhöhtes Risiko für Diabetes, Herzinfarkt und Schlaganfall informiert sind. Unbehandelt führt Prädiabetes nicht nur zu gesundheitlichen Problemen, sondern auch zu einer geringeren Lebenserwartung.

Viele Menschen, die unter Prädiabetes leiden, sind sich ihrer erhöhten Blutzuckerwerte nicht bewusst. Eine frühzeitige Erkennung und Behandlung könnte jedoch die Lebensqualität und -erwartung von Diabetikern entscheidend verbessern. Leider bleibt der Zustand der leicht erhöhten Blutzuckerwerte oft unbemerkt, was zu irreversiblen Schäden insbesondere an Nieren, Nerven und Gefäßen führen kann.

Auswirkungen und Risikofaktoren

Neue Studien zeigen, dass etwa 20 Prozent der Erwachsenen in Deutschland Prädiabetes haben, ohne es zu wissen. Wie Focus berichtet, drohen bereits im Prädiabetes-Stadium gesundheitliche Risiken, die das Herz-Kreislauf-System stark belasten. Zu den häufigsten Risikofaktoren gehören Übergewicht, viel Bauchfett, Leberverfettung und Kardiovaskuläre Erkrankungen, die das Risiko für Diabetes erhöhen.

Frühe Erkennung kann sogar das Risiko für Herzinfarkte halbieren. Bei einer Vielzahl von Betroffenen wird das Diabetesrisiko durch familiäre Vorbelastung verstärkt. Gesundheitschecks, die unabhängige Tests zur Risikobewertung ermöglichen, sollten regelmäßig durchgeführt werden, um gewarnt zu sein und Schäden zeitnah zu begegnen.

Prävention und Behandlung

Eine Studie, die im Fachjournal „Lancet Diabetology“ veröffentlicht wurde, zeigt, dass Änderungen des Lebensstils signifikant zur Gesundheitsverbesserung von Personen mit Prädiabetes beitragen können. Menschen, die ihre Zuckerwerte über ein Jahr normalisieren, senken das Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben, um die Hälfte. Diese Analyse basiert auf Daten von knapp 3.000 Personen und hebt hervor, dass gesunde Lebensweisen wie eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung eine zentrale Rolle im Kontrollprozess spielen.

Die Ergebnisse zeigen auch, dass die Normalisierung der Blutzuckerwerte entscheidender für die Herzgesundheit ist als der reine Gewichtsverlust. In der Studie musste jedoch festgestellt werden, dass nur etwa jeder zehnte Teilnehmer in der Lage war, seine Lebensstiländerungen nachhaltig zu implementieren. Dies unterstreicht die Notwendigkeit individueller Ansätze zur Lebensstiländerung, um langfristig die Gesundheit zu schützen.

In Deutschland leidet etwa jeder fünfte Erwachsene unter erhöhten Blutzuckerwerten, was auf Prädiabetes hinweist, wie die Tagesschau berichtet. Dies zeigt eindringlich, wie wichtig die Aufmerksamkeit auf Blutzuckerwerte ist, um langfristige Schäden zu vermeiden und die Lebensqualität zu erhalten.