Ab Mai 2026 wird das Postbus Shuttle in den Gemeinden Velden am Wörthersee, Techelsberg am Wörther See und Pörtschach am Wörther See eingeführt. Diese Initiative, wie klick-kaernten berichtet, zielt darauf ab, die Mobilität für Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste deutlich zu verbessern. Das Shuttle soll eine flexible Alternative zum Auto bieten und den Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln, Geschäften und Freizeitangeboten erleichtern.
Insgesamt sind rund 350 Haltepunkte geplant, wovon etwa 190 im Gemeindegebiet von Velden angesiedelt sind. Es wird erwartet, dass das System Wohnorte mit Bus- und Bahnanschlüssen verbindet und somit die Mobilität innerhalb der Orte stärkt. Fahrten können einfach über die Postbus-Shuttle-App oder telefonisch gebucht werden, wobei die Bedienzeiten von Montag bis Freitag zwischen 7 und 18 Uhr sowie samstags von 8 bis 15 Uhr liegen.
Flexibilität und Barrierefreiheit
Das Angebot des Postbus Shuttles greift sowohl städtische als auch ländliche Bedürfnisse auf und ist Teil einer umfassenderen Mobilitätswende im öffentlichen Nahverkehr. Insbesondere soll es Versorgungslücken mit einem individuellen Mobilitätsservice schließen. Dabei sind die Haltepunkte des Shuttles maximal 300 Meter von der Haustür entfernt, was einen barrierefreien Zugang für mobilitätseingeschränkte Personen direkt von zuhause ermöglicht, so die Informationen von landundgemeinde.
Die Barrierefreiheit ist ein zentrales Element nicht nur dieses Projekts, sondern auch der ÖPNV-Strategie 2030. Diese Strategie umfasst Anforderungen an die gesamte ÖPNV-Reisekette, einschließlich Haltestellen und Fahrzeuge. Wichtig ist, dass Fahrzeuge für alle zugänglich sind und mit Merkmalen wie Stellplätzen für Rollstühle und Klapprampen ausgestattet werden. Bei der Umsetzung des Postbus Shuttles wird dieser Aspekt besonders beachtet, um eine benutzerfreundliche Mobilität für alle zu gewährleisten, wie unterstrichen in den Ausführungen von zukunftsnetzwerk-oepnv.
Preisgestaltung und Nutzung
Die Preise des Shuttles orientieren sich an den Tarifen des Kärntner Verkehrsverbundes, wobei zusätzlich ein Komfortzuschlag von zwei Euro pro Fahrt erhoben wird. Inhaber eines Klimatickets Österreich, Kärnten Tickets oder anderer gültiger Zeitkarten zahlen lediglich diesen Zuschlag. Das Postbus Shuttle wurde als Reaktion auf die Bedürfnisse der Bürger entwickelt und wird in fünf Bundesländern aktiv sein. Mehr als 200.000 Bürger:innen sollen in über 70 Gemeinden von diesem Service profitieren, was zudem zur Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe beiträgt.
Der innovative Ansatz wird auch durch die steigende Anzahl der bereits durchgeführten Fahrten untermauert: Seit 2021 wurden über 105.000 Fahrten absolviert, mit einer wachsenden Nachfrage. Durch die Einbeziehung von lokalen Verkehrsunternehmen wird nicht nur die Mobilität gefördert, sondern auch lokale Freizeitangebote und Gastronomie unterstützt, was die Gemeinden für Tourist:innen attraktiv macht, die auf das Auto verzichten möchten. In diesem Kontext wird auch auf die Reduzierung des überregionalen Verkehrsaufkommens verwiesen, was zu einer Verringerung der Umweltbelastung führt.