Frühlingshafte Temperaturen und Sonnenschein steigern die Pollenbelastung in Österreich. Laut 5min wird die kommende Pollensaison von den Frühblühern Hasel und Erle geprägt, die bereits jetzt für eine erste Saisonspitze sorgen. Maximilian Bastl, Leiter des Pollenservice Wien, prognostiziert eine besonders intensive Pollensaison für diese beiden Baumarten.
Die blühenden Pflanzen, die Allergikern zu schaffen machen, umfassen die Gemeine Hasel (Corylus avellana), die Baumhasel (Corylus colurna) und die Schwarzerle (Alnus glutinosa), die sich alle bereits in voller Blüte befinden. Diese Frühblüher sind von Februar bis März aktiv, während die Esche im März hinzukommt, gefolgt von Hainbuche und Birke bis in den Mai hinein. Die Pollensaison wird weiter durch das Auftreten von Platane, Buche und Eiche geprägt, die von Mitte April bis Mitte Mai für Übergangsbelastungen sorgen.
Gestiegene Pollenbelastung und Allergiesymptome
Der kalte Winter hat allerdings zu einem späteren Beginn der Pollensaison im Vergleich zu den vergangenen fünf Jahren geführt. Die Prognose für 2026 zeigt eine bedeutende Pollenbelastung durch Hasel, Erle und auch Birke. Dies ist besonders für die etwa 20 bis 25 Prozent der österreichischen Bevölkerung, die von Allergien betroffen sind, besorgniserregend, da Pollenallergien die häufigsten unter ihnen sind.
Symptome wie Niesreiz, laufende oder verstopfte Nase, juckende und tränende Augen sowie Müdigkeit sind häufige Beschwerden der Allergiker. Laut ORF Wien werden Pollenallergien auch durch klimatische Veränderungen intensiviert, da die Blühphasen der allergieauslösenden Pflanzen früher beginnen und die Pollenbelastung insgesamt zunimmt.
Einfluss urbaner Gebiete
Besonders Menschen in städtischen Gebieten sind betroffen, da höhere Luftverschmutzung die Fähigkeit von Pollen, Allergien auszulösen, steigert. Zudem blühen Pflanzen in diesen Regionen oft früher als in ländlichen Gebieten. Dies verkürzt die pollen- und beschwerdefreie Zeit für Allergiker erheblich, was deren Lebensqualität beeinträchtigen kann.
Die Gesundheitswebsite empfiehlt Allergikern daher, über aktuelle Pollenflugprognosen informiert zu bleiben, um geeignete Schutzmaßnahmen ergreifen zu können. Darüber hinaus werden Tipps zur Reduzierung der Pollenbelastung und zur frühzeitigen Abklärung möglicher Pollenallergien gegeben. Behandlungsoptionen umfassen die Vermeidung der Allergieauslöser, medikamentöse Therapien sowie die Immuntherapie (Hyposensibilisierung).