Am 10. Februar 2026 versuchte ein 47-jähriger Mann aus Chile in einem Supermarkt in Graz, Bezirk Gösting, die Geldbörse einer Kundin zu stehlen. Diese knackige Episode der Kriminalität endete jedoch schnell, als der Mann auf frischer Tat ertappt wurde. Sowohl die Kundin als auch der Filialleiter hielten ihn bis zum Eintreffen der Polizei fest. In unmittelbarer Nähe wurde zudem ein mutmaßlicher Mittäter, ein 26-Jähriger ebenfalls aus Chile, festgenommen, der als Fahrer eines Pkw fungierte. Untersuchungen zeigten, dass die Verdächtigen nicht nur in Graz, sondern auch in Niederösterreich aktiv waren, wo sie ebenfalls Taschendiebstähle begangen hatten. Diese Informationen wurden von 5min.at bestätigt.

Ein weiterer Blick auf die kriminelle Vergangenheit des 47-Jährigen zeigt, dass er bereits Anfang 2025 mit einer unbekannten Komplizin Taschendiebstähle in Deutschland und der Schweiz verübt hatte. Die Polizei entdeckte im Fahrzeug der Verdächtigen mehrere Beweismittel, darunter eine präparierte Tasche für Ladendiebstähle, einen Störsender für die Einbruchsdiebstahlsvorbereitung in Kraftfahrzeugen sowie eine erhebliche Bargeldsumme. Außerdem wurden zwei E-Cards gefunden, die von einem Geldbörsendiebstahl in Niederösterreich stammten.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Ermittlungen und ihre Ergebnisse

Insgesamt konnten den zwei Verdächtigen zehn Taschendiebstähle in Supermärkten sowie drei widerrechtliche Bargeldbehebungen an Bankomaten mit gestohlenen Zahlungskarten nachgewiesen werden. Die Polizei berechnete eine Gesamtschadenssumme von rund 8.500 Euro. Während der 47-Jährige die Taten leugnete, zeigte sich der 26-Jährige teils geständig. Beide wurden anschließend in die Justizanstalt Jakomini eingeliefert.

Diese festgehaltenen Vorfälle sind Teil eines größeren Trends. Das Bundeskriminalamt hebt hervor, dass die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) eine essenzielle Rolle im Kampf gegen die Kriminalität spielt. Sie erfasst die Entwicklung des kriminalen Geschehens in Österreich und stellt die durch das Strafgesetzbuch (StGB) sowie strafrechtliche Nebengesetze angezeigten Delikte systematisch dar. So wurden allein im Jahr 2023 rund 528.000 Straftaten angezeigt, was den höchsten Stand seit 2016 markiert. bundeskriminalamt.at verweist außerdem darauf, dass diese Statistiken fortlaufend an gesetzliche Änderungen und gesellschaftliche Entwicklungen angepasst werden müssen.

Kriminalitätsentwicklung und öffentliche Wahrnehmung

Die steigende Zahl der Diebstähle ist alarmierend; 2023 wurden etwa 85.400 Diebstähle verzeichnet, die höchste Zahl bislang. Zudem ist anzumerken, dass rund 43% der Tatverdächtigen und Verurteilten Ausländer waren. Laut Statista glauben 70% der Österreicher, dass Zuwanderer die Kriminalitätsprobleme verschärfen. Dies wird durch die wiederholte Wahrnehmung von ausländischer Kriminalität gestützt, wobei unter den Tatverdächtigen die meisten aus Ländern wie Rumänien, Deutschland und Serbien stammen.

Die Herausforderungen, die die Polizei in der Bekämpfung der Kriminalität begegnet, sind vielschichtig und erfordern umfangreiche Strategien. Jährliche Sicherheitsberichte stellen detaillierte Informationen über die PKS und die Entwicklungen in der kriminalpolitischen Landschaft zur Verfügung. Letztendlich bleibt der gesellschaftliche Diskurs über Kriminalität und ihre Ursachen ein zentraler Punkt, der weiter diskutiert werden muss.