Am 23. Februar 2026 kam es in London zu einem sicherheitspolitischen Skandal, als der ehemalige Minister Peter Mandelson festgenommen wurde. Mandelson, 72 Jahre alt, ist beschuldigt worden, in seinem öffentlichen Amt versagt zu haben. Unbestätigte Berichte deuten darauf hin, dass dies mit seinen Verbindungen zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zusammenhängt. BBC und Sky News dokumentierten die Festnahme, als Mandelson von seinem Wohnsitz abgeholt wurde.

Die Londoner Polizei gab bekannt, dass man gegen einen „72-jährigen Mann“ ermittelt, ohne Namen zu nennen, was jedoch in den Medien schnell als Mandelson identifiziert wurde. Mandelson, der im September 2025 von seinem Posten als britischer Botschafter in den USA abberufen wurde, steht im Verdacht, vertrauliche Regierungsinformationen an Epstein weitergegeben und Geld von ihm angenommen zu haben. Dies wird durch neu veröffentlichte Akten untermauert, die eine enge Beziehung zwischen den beiden Männern belegen.

Politisches Erdbeben

Die Festnahme Mandelsons könnte den politischen Druck auf Premierminister Keir Starmer erheblich erhöhen, insbesondere da Starmer Mandelson zum Botschafter ernannt hatte. Nach den aktuellen Entwicklungen distanzierte sich die britische Regierung von Mandelson, wobei Starmer betonte, nichts von dessen Verbindungen zu Epstein gewusst zu haben. Die Metropolitan Police bestätigte, dass die britische Regierung Mandelson wegen Amtsmissbrauchs angezeigt hat.

In den letzten Wochen haben bereits umfassende Durchsuchungen in zwei Anwesen stattgefunden, um Beweise zu sammeln. Mandelson trat kürzlich aus der Labour Party aus und gab seinen Sitz im House of Lords auf. tagesschau.de berichtet, dass mehr als 100.000 Dokumente, einschließlich E-Mails, zur Ernennung und Entlassung Mandelsons veröffentlicht werden sollen.

Verwicklungen von Prinz Andrew

In einem parallelen Skandal wurde auch der frühere britische Prinz Andrew aufgrund seiner Verbindungen zu Epstein festgenommen. Auch er wird beschuldigt, in seinem öffentlichen Amt versagt zu haben, da er Informationen an Epstein weitergeleitet haben soll, während dieser bereits wegen Sexualstraftaten verurteilt war. Interne Dokumente legen nahe, dass Andrew 2010 vertrauliche Regierungsunterlagen an Epstein übermittelt hat. E-Mails aus 2011 untergraben zudem seine Behauptung, den Kontakt zu Epstein abgebrochen zu haben.

Andrew bestreitet weiterhin alle Vorwürfe und schweigt zu den neuen Entwicklungen, während Mandelson sich bisher nicht zu den Anschuldigungen geäußert hat. Der Skandal hat auch die britische Königsfamilie betroffen: Prinz William und Kate äußerten Besorgnis über die Enthüllungen und erklärten, dass ihre Gedanken bei den Opfern des Epstein-Skandals sind. Dies stellt die deutlichste Reaktion der Royals auf die Situation dar.

Die Situation wird von der Regierung und der Öffentlichkeit aufmerksam beobachtet, während die Ermittlungen gegen Mandelson und Andrew weiter anhaltenden Druck auf die politische Landschaft Großbritanniens ausüben. Die kommenden Wochen könnten entscheidend sein für die Verarbeitung dieser ernsten Vorwürfe und deren Auswirkungen auf die beteiligten Persönlichkeiten und Institutionen. dw.com informiert über die laufenden Entwicklungen und deren Bedeutung für die britische Politik.