Am 26. Februar 2026 hat der ÖAMTC ein innovatives 360-Grad-Verkehrskonzept für die Wiener Ringstraße vorgestellt. Unter dem Motto „Platz für alle am Ring“ wurde ein umfassender Plan präsentiert, dessen zentrales Element ein baulich getrennter Zwei-Richtungs-Rad-Highway ist. Dieses Konzept soll die Mobilität in der Stadt signifikant verbessern, indem es eine klare Trennung von Fuß-, Rad- und Kfz-Verkehr ermöglicht.
Die Wiener Ringstraße, eine der wichtigsten Verkehrsachsen der Hauptstadt, sieht sich zunehmend der Herausforderung durch steigende Bevölkerungszahlen und eine wachsende touristische Präsenz gegenüber. Das vorgestellte Konzept zielt darauf ab, die Qualität sowie die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer zu erhöhen. So meldete der Ring-Radweg im Jahr 2024 1,8 Millionen Fahrradfahrten, an Spitzentagen waren es bis zu 10.000 Radfahrten. Diese Zahlen zeigen die hohe Frequentierung und die Notwendigkeit für sichere Radinfrastrukturen.
Neue Radinfrastruktur und Sicherheitsmaßnahmen
Im Rahmen des neuen Konzepts plant der ÖAMTC, eine Radfahranlage mit einer durchschnittlichen Breite von vier Metern zu errichten. Diese bauliche Trennung soll das Risiko von Unfällen und Konflikten zwischen Radfahrern und Kraftfahrzeugen reduzieren. In den letzten fünf Jahren gab es einen alarmierenden Anstieg von 33% bei den Verkehrsunfällen mit Personenschaden, bei denen Radfahrende involviert waren. 2024 wurden insgesamt 73 solcher Unfälle registriert.
Das umfassende Konzept sieht zudem vor, dass dem Radverkehr 17.000 Quadratmeter exklusive Fläche zur Verfügung stehen. Auf der anderen Seite der Ringstraße wird eine Flaniermeile für Fußgänger:innen eingerichtet, während die Gehsteige durch Baumscheiben und zusätzliche Verkehrssicherheitsmaßnahmen aufgewertet werden. Auch der Kfz-Verkehr bleibt berücksichtigt, da Stellplätze und Nebenfahrbahnen größtenteils erhalten bleiben. Fahrverbote oder Spurreduktionen sind nicht vorgesehen, was darauf hindeutet, dass der ÖAMTC darauf abzielt, den Bedürfnissen aller Verkehrsteilnehmer gerecht zu werden.
Öffentliche Flächen und Begrünung
Ein weiterer Aspekt des Plans beinhaltet eine optische Neugestaltung der Ringstraße sowie die zusätzliche Begrünung öffentlicher Flächen. Diese Maßnahmen sollen nicht nur zur Verschönerung des Stadtbildes beitragen, sondern auch das allgemeine Klima und die Luftqualität in der Innenstadt verbessern.
Die umfassende Analyse und Forschung zu Fuß- und Radverkehr in Wien, die von der Mobilitätsagentur durchgeführt wurde, bestätigen die Notwendigkeit solcher Maßnahmen. Untersucht wurde auch die Nutzung und Gestaltung öffentlicher Plätze, um ein besseres Verständnis für die Bedürfnisse der Wiener Bürger zu gewinnen. Diese Studien unterstützen das Ziel, Wien als eine der fahrradfreundlichsten Städte Europas zu positionieren, wie mobilitaetsagentur.at betont.
Mit dem Konzept „Platz für alle am Ring“ steht Wien vor erheblichen Veränderungen in seiner Verkehrsplanung, die ein sichereres und angenehmeres Miteinander aller Verkehrsteilnehmer ermöglichen sollen. Wie bereits erwähnt, ist die Ringstraße nicht nur eine Verkehrsachse, sondern auch ein lebenswichtiger Raum für alle, die die Stadt nutzen. Fortschritt und Sicherheit für alle Mobilitätsformen sind die Kernziele dieser Initiative, wie oeamtc.at und kleinezeitung.at detailliert hervorheben.