Die Zahl der Pflegegeldempfänger in Österreich ist im Jahr 2025 weiter gestiegen. Im Dezember 2025 wurden insgesamt 504.505 Personen als Pflegegeldempfänger registriert, was einem Anstieg von 2,13 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht, als es noch 493.961 waren. Es ist der historische Moment, in dem die Marke von 500.000 Empfängern erstmals im Mai 2025 überschritten wurde, mit einem damaligen Stand von 500.554.
Die Zahlen zeigen zwar einen leichten Rückgang im Vergleich zum Vormonat, als es noch 505.388 Pflegegeldbezieher gab, jedoch bleibt die Gesamtlage stabil. Zum Halbjahresstand im Juni 2025 war die Zahl bereits auf 501.205 angestiegen, und seither hat sich der Trend fortgesetzt. Die Geschlechterverteilung unter den Pflegegeldempfängern zeigt, dass 308.101 Frauen (61,1 %) und 196.404 Männer (38,9 %) betroffen sind.
Pflegebedürftigkeit nach Stufen
Die Pflegebedürftigkeit wird in verschiedene Stufen eingeteilt. Im Dezember 2025 verteilten sich die Pflegebedürftigen wie folgt:
- Stufe 1: 29,5 %
- Stufe 2: 20,5 %
- Stufe 3: 18,7 %
- Stufe 4: 14,4 %
- Stufe 5: 11,1 %
- Stufe 6: 4,2 %
- Stufe 7: 1,6 %
Die Einstufung erfolgt dabei nach dem individuellen Bedarf an Pflegezeiten. Verantwortlich für den Anstieg der Pflegegeldbezieher sind unter anderem der demografische Wandel und die steigende Lebenserwartung. Diese Entwicklung ist nicht nur in Österreich zu beobachten, sondern auch in Deutschland, wo die Zahl der Pflegebedürftigen kontinuierlich zunimmt.
Pflegebedürftigkeit in Deutschland
Aktuelle Statistiken zeigen, dass im Dezember 2023 in Deutschland bereits 5,69 Millionen Menschen pflegebedürftig sind. Dies ist ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu 2,02 Millionen Pflegebedürftigen im Jahr 1999 und 4,13 Millionen im Jahr 2019. Zudem wird prognostiziert, dass die Zahl der Pflegebedürftigen in den kommenden Jahren weiter steigen wird, insbesondere unter älteren Menschen. Bei den 90-Jährigen und älteren sind derzeit bereits 87 % pflegebedürftig.
Die meisten Pflegebedürftigen werden zu Hause versorgt, wobei über 80 % im eigenen Wohnumfeld leben. Ein ähnlicher Trend zeigt sich auch bei den Pflegegeldempfängern in Österreich. Diese Entwicklungen stehen in engem Zusammenhang mit dem demografischen Wandel, der die Gesellschaft zunehmend prägt.
Wertanpassung des Pflegegeldes
Zusätzlich zur steigenden Zahl der Pflegebedürftigen wurde zum 1. Jänner 2026 eine Wertanpassung des Pflegegeldes um 2,7 % beschlossen. Die neuen Pflegegeldbeträge sind wie folgt:
| Pflegestufe | Neuer Betrag (Euro) | Alter Betrag (Euro) |
|---|---|---|
| Stufe 1 | 206,20 | 200,80 |
| Stufe 2 | 380,30 | 370,30 |
| Stufe 3 | 592,60 | 577,00 |
| Stufe 4 | 888,50 | 865,10 |
| Stufe 5 | 1.206,90 | 1.175,20 |
| Stufe 6 | 1.685,40 | 1.641,10 |
| Stufe 7 | 2.214,80 | 2.156,60 |
Diese Anpassung erfolgt analog zu den Pensionen und trifft somit eine Vielzahl von Pflegebedürftigen, die auf diese Unterstützung angewiesen sind. Zusammenfassend zeigen sowohl die österreichischen als auch deutschen Statistiken die Herausforderungen, die der demografische Wandel mit sich bringt, und verdeutlichen die Notwendigkeit einer anpassungsfähigen und nachhaltigen Pflegepolitik.
Um mehr über den demografischen Wandel und die Auswirkungen auf die Pflege zu erfahren, können Sie den Artikel auf vienna.at, destatis.de und md-bund.de nachlesen.