Am 31. März 2026 verabschiedete sich Peter Kaiser nach 13 Jahren als Landeshauptmann von Kärnten und 18 Jahren in der Kärntner Landesregierung. Diese insgesamt bemerkenswerte Karriere wurde im Konzerthaus Klagenfurt von rund 300 Weggefährten gewürdigt. Kaiser, der am 4. Dezember 1958 in Klagenfurt geboren wurde und seit 2013 Landeshauptmann war, hielt eine emotionale Abschiedsrede und rief in dieser zur Zusammenarbeit für Kärnten auf. Unter der Moderation von LHStv.in Gaby Schaunig war die Veranstaltung von speziellen Videobotschaften von Regierungsmitgliedern geprägt.
In der Feierlichkeit sprach Altlandeshauptmann Peter Ambrozy über die Vorbildfunktion und Freundschaft, die Kaiser in seiner politischen Laufbahn repräsentiert hat. Musikalische Beiträge, die in Zweisprachigkeit gehalten waren, unterstrichen den Dialog und das Miteinander, für die Kaiser in seiner politischen Arbeit stand. „Ich bin kein Übermensch“, betonte Kaiser, „sondern jemand, der für das Land gearbeitet hat.“ Er stellte die Notwendigkeit des Zusammenhalts in der Gesellschaft heraus, besonders in schwierigen Zeiten wie nach dem Attentat in Villach.
Politische Laufbahn und Erfolge
Kaiser war nicht nur als Landeshauptmann aktiv, sondern auch als Landesparteivorsitzender der SPÖ von 2010 bis 2025 tätig. In seiner Zeit als führender Politiker setzte er sich für Demokratie, Toleranz, Menschenrechte und eine plurale Gesellschaft ein. Zu den nennenswerten Erfolgen seiner Regierung zählen die Abwendung einer Finanzkatastrophe, Reformen in der Verwaltung sowie im Bildungsbereich, eine umfassende Kulturstrategie und die Förderung leistbaren Wohnens.
Kaiser führte die SPÖ als stärkste Partei in zwei aufeinanderfolgenden Landtagswahlen und nahm eine aktive Rolle in den Koalitionsverhandlungen mit der ÖVP auf. Bei seiner Antrittsrede 2013 nutzte er auch die slowenische Sprache, was den integrativen Ansatz seiner Politik widerspiegelt. Trotz seiner Erfolge standen auch kritische Stimmen gegenüber, unter anderem wegen zögerlicher struktureller Reformen und einer „Inseraten-Affäre“, die Vorwürfe des Missbrauchs von Steuergeldern aufwarfen.
Nachhaltiges Erbe und persönliches Leben
In seiner Abschiedsrede dankte Kaiser nicht nur seinen politischen Mitstreitern, sondern auch seiner Familie und seinen Mitarbeitern. Seine Ehe mit Larissa Krainer und der gemeinsame Sohn Luca, der als parlamentarischer Mitarbeiter der SPÖ tätig ist, sind Teil seines persönlichen Lebens. Luca Kaiser wurde 2018 als Spitzenkandidat der SPÖ Kärnten für die EU-Wahl nominiert, allerdings aufgrund von unglücklichen Tweets auf den neunten Platz der Wahlliste gesetzt.
Abschließend lässt sich sagen, dass Peter Kaiser eine bedeutende Rolle im politischen Leben Kärntens gespielt hat. Schaunig erläuterte, dass Kaiser „unauslöschliche Spuren in Kärnten hinterlassen hat“ und das Land durch “stürmische Zeiten” geführt hat. Mit einem klaren Bekenntnis zu einer integrierten und solidarischen Zukunft für Kärnten steht sein Erbe vor einer neuen Generation von Politikern und Bürgern.
Weitere Informationen finden Sie auf Dolomitenstadt, Wikipedia und ORF Kärnten.



