Im nordostchinesischen Liaoyang ereignete sich ein überraschender Vorfall in einem Skigebiet, der zahlreiche Wintersportler in Panik versetzte. Ein Sessellift begann plötzlich rückwärts zu fahren, während viele Fahrgäste noch in den Sitzen saßen. Die genaue Ursache für diese gefährliche Situation ist derzeit unklar. Laut oe24 berichteten Augenzeugen, dass der Liftfahrer die Kontrolle verlor. Der Lift änderte unvorhergesehen die Richtung und steigerte seine Geschwindigkeit, was dazu führte, dass viele Passagiere in Angst reagierten und von ihren Sitzen sprangen.

Glücklicherweise blieben die meisten der ins Trudeln geratenen Wintersportler weitgehend unverletzt. Das Personal des Skigebiets reagierte schnell und half den Fahrgästen, sicher vom Liftgelände zu gelangen. Der Betriebsablauf musste jedoch vorübergehend unterbrochen werden. Aufatmen konnten die Verantwortlichen, als der Lift noch am selben Tag wieder in Betrieb genommen wurde, während die genauen Ursachen der Panne weiterhin untersucht werden.

Weitere Vorfälle in Skigebieten

Eine ähnliche, wenn auch extremere Situation ereignete sich in Zhangjiakou im Genting Skiresort, wo ein Kind aus einem fahrenden Sessellift stürzte und zwölf Meter in die Tiefe fiel. Das glücklicherweise nur leicht verletzte Mädchen hatte sich beim Sturz in Büschen abgefangen und trug zudem einen Helm. Laut Bild hielt es sich 18 Sekunden lang am Lift fest, bevor es abrutschte. Andere Skifahrer im Lift bemerkten die Gefahr nicht, während die Passagiere in der Gondel dahinter schockiert auf das Geschehen reagierten.

Die Sicherheit im Skisport ist ein zunehmend wichtiges Thema. Im Rahmen der Saison 2023/2024 gab es laut ski-online einen Anstieg von verletzten Skifahrern. Schätzungen zufolge wurden zwischen 46.000 und 48.000 Personen verletzt. Dies stellt einen deutlichen Anstieg im Vergleich zur Vorsaison dar, obwohl die Zahlen im langfristigen Vergleich zur Saison 1979/80 um 52 Prozent gefallen sind.

Besonders bedenklich ist das steigende Risiko für Knieverletzungen, das von 2,70 auf 3,01 pro 1.000 Skifahrer gestiegen ist. Auch Verletzungen im Bereich Schulter und Oberarm nehmen zu. In Tirol gibt es bereits Regelungen, die sicherstellen sollen, dass Kinder erst ab einer Körperhöhe von 1,25 Metern allein im Sessellift sitzen dürfen. Diese Maßnahme könnte helfen, künftige Unfälle wie die in Zhangjiakou zu verhindern.