Am 21. März trafen sich im Dolomadbad in Lienz über 200 Schwimmerinnen und Schwimmer aus zahlreichen Tiroler Vereinen zur dritten Runde des ASVÖ Kids Cups. Die Schwimmunion Osttirol war als Gastgeber für die Organisation verantwortlich und sorgte für reibungslose Abläufe sowie optimale Wettkampfbedingungen. Die Teilnehmer kamen aus insgesamt zwölf Vereinen und stellten ein eindrucksvolles Feld an talentierten Nachwuchssportlern dar. Der heimische Verein trat mit einem 22-köpfigen Team an und konnte dabei bemerkenswerte Erfolge erzielen.
Insgesamt gewann die Schwimmunion Osttirol 20 Podestplätze, was die leistungsstarke Nachwuchsarbeit des Vereins unterstreicht. Besonders hervorzuheben sind die Goldmedaillengewinner: Elias Schneider-Kjaergard holte sich drei erste Plätze, während Sahranisa Temeltas, Valentin Egger und Greta Posch jeweils mit Goldmedaillen ausgezeichnet wurden. Die Silber- und Bronzemedaillen gingen ebenfalls an Nachwuchstalente des Vereins, darunter Matilda und Sarah Haidacher sowie Hugo Koban.
Podestplätze im Detail
- Goldmedaillen:
- Elias Schneider-Kjaergard (3 erste Plätze)
- Sahranisa Temeltas
- Valentin Egger
- Greta Posch
- Silbermedaillen:
- Matilda Haidacher
- Sarah Haidacher
- Hugo Koban
- Simon Posch (2x)
- Valentin Egger
- Jonas Schneider-Kjaergard (2x)
- Bronzemedaillen:
- Laura Lukasser
- Nina Lukasser
- Simon Posch
- Greta Posch
- Jonas Schneider-Kjaergard
- Valentin Egger
Die Veranstaltung war nicht nur ein Wettkampf, sondern auch ein Fest für die ganze Familie. Die Atmosphäre war ausgezeichnet, unterstützt von den lautstarken Anfeuerungsrufen der Eltern und Trainer. Patrick Egger, Obmann der Schwimmunion Osttirol, hat die Wichtigkeit solcher Wettkämpfe für den Nachwuchssport betont und die Erfolge der Athleten gewürdigt.
Der Fokus auf das Schwimmen spielt in Österreich eine entscheidende Rolle, insbesondere angesichts der Tatsache, dass über 600.000 Menschen ab fünf Jahren keine Schwimmkenntnisse besitzen. Laut einer Erhebung haben etwa 10% der 5- bis 19-Jährigen keine Schwimmfähigkeiten, während rund 76.000 Kinder als unsichere Schwimmer:innen gelten. Diese Zahlen sind alarmierend, insbesondere da jährlich zwischen 22 und 47 Menschen in Österreich ertrinken.
Maßnahmen zur Verbesserung der Schwimmfähigkeiten
Um dem entgegenzuwirken, hat Sport-Staatssekretärin Michaela Schmidt in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Schwimmverband (OSV) ein Maßnahmenpaket zur Verbesserung der Schwimmfähigkeiten vorgestellt. Eines der Hauptprojekte ist „Learn to Swim“, das mit finanzieller Unterstützung des Sportministeriums ins Leben gerufen wurde. Dieses umfasst die Einführung eines einheitlichen Standards für die Schwimmausbildung ab Februar 2025, mit dem Ziel, die Quote der Nichtschwimmer deutlich zu reduzieren.
Zusätzlich wird ein bundesweites Koordinatoren-Team aufgebaut, um Wasserflächen zu erfassen und Lücken in der Schwimmausbildung zu schließen. Die OSV bietet Lehrgänge für Schwimmlehrer:innen an und entwickelt ein praxisnahes Handbuch für Schwimmkurse. Des Weiteren werden im Rahmen des Programms „Olympia goes School – Young Orcas“ zahlreiche zusätzliche Schwimmangebote in Schulen umgesetzt.
Sport-Staatssekretärin Schmidt hat betont, wie wichtig es ist, in die Infrastruktur von Hallenbädern zu investieren und die Bedeutung der natürlichen Gewässer in Österreich für das Schwimmen hervorzuheben. Die aktuellen Bemühungen zielen darauf ab, die Schwimmfähigkeiten der kommenden Generation nachhaltig zu verbessern und sicherzustellen, dass Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geboten wird, eine wichtige Lebenskompetenz zu erlernen.


