Im Gymnasium Lienz fand am 12. März 2026 der Osttiroler Bildungstag statt, eine Veranstaltung, die nun seit zehn Jahren angehende Maturant:innen aus den höheren Schulen im Bezirk zusammenbringt. In diesem Jahr war das Interesse besonders groß, da in Innsbruck und Klagenfurt keine Bildungsmessen stattfanden. Damit bot der Bildungstag eine wertvolle Gelegenheit, sich über verschiedene Bildungsangebote zu informieren und persönliche Gespräche zu führen.

Vertreten waren zahlreiche Institutionen, die sich auf weiterführende Bildung spezialisiert haben. Dazu gehörten Universitäten und Fachhochschulen aus Tirol, Kärnten, Salzburg und der Steiermark sowie das MCI, Bundesheer und das AMS Berufsinformationszentrum Lienz. Die Atmosphäre war lebhaft; intensive Gespräche an den Info-Ständen zeugten von der hohen Motivation der Schüler:innen. Florian Westreicher von der Universität Innsbruck bemerkte, dass die Schüler:innen gut vorbereitet waren und spezifische Fragen stellten.

Erfahrungen und Rückmeldungen

Patricia Kügler, Professorin am Gymnasium Lienz und Organisatorin des Events, äußerte sich positiv über die Rückmeldungen zur Veranstaltung. Besonders auffällig war, dass nach der Messe keine Prospekte oder Zettel in den Gängen lagen, was auf die gezielte Materialauswahl der Schüler:innen hindeutet. Verena Karré, ebenfalls Professorin am Gym Lienz, hielt die Atmosphäre des Bildungstags in einem Kurzvideo fest.

Um das Bildungsangebot in Osttirol weiter zu fördern, wurde der Bildungstag auch von anderen Einrichtungen unterstützt. Beispielsweise fand eine ähnliche Veranstaltung bereits am 10. November an der Handelsakademie Lienz statt. Hier wurde das Motto „Ein Tag, viele Perspektiven und unendliche Möglichkeiten!“ verfolgt. Die Diplomearbeitsgruppe „Simply The BeSt“, bestehend aus Laura Granatiero, Theresa Schneider und Leonie Poppeller, hatte die Organisation übernommen.

Vielfältige Bildungsoptionen für die Zukunft

Beide Veranstaltungen verfolgten das Ziel, einen Überblick über Bildungsoptionen zu geben und wichtige Themen zu vermitteln. Die Breite der präsentierten Einrichtungen reichte von Universitäten über Fachhochschulen bis hin zu sozialen Organisationen wie dem Roten Kreuz und Angeboten für ein Freiwilliges Soziales Jahr. Inzwischen ist die akademische Landschaft in Österreich umfassend gestaltet, mit öffentlichen und privaten Universitäten sowie Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen, die den Studierenden eine Vielzahl an Weiterbildungsmöglichkeiten bieten. Laut WKO ist die Hochschulbildung in Österreich vielfältig und wird durch zahlreiche Statistiken und Daten unterstützt, die wichtige Informationen zu Studierenden und Studiengängen bereitstellen.

Die Nachfrage nach akademischer Bildung bleibt hoch, was sich in den steigenden Zahlen der Studienabschlüsse und der Studierenden widerspiegelt. Dies führt zu einer wachsenden Internationalität und Vernetzung der Hochschullandschaft. Zusammengefasst lässt sich festhalten, dass Veranstaltungen wie der Osttiroler Bildungstag eine essentielle Rolle dabei spielen, Schüler:innen umfassend über ihre Zukunftsperspektiven zu informieren – und dies in einem Umfeld, das persönliche Interaktion und individuelle Fragen fördert.

Die Zukunft von insgesamt 21 Fachhochschulen und 14 Pädagogischen Hochschulen sowie dem Bologna-Prozess, der auf die Schaffung eines gemeinsamen Europäischen Hochschulraums abzielt, bietet den Maturant:innen eine Vielzahl von Möglichkeiten, um erfolgreich in die Berufswelt oder in ein Studium zu starten.