Am 3. März 2026 kamen rund 70 Experten aus vier europäischen Ländern zum Symposium „Datengetriebene Gebäudemodelle für prädiktive Regelung“ am MCI Campus in Lienz zusammen. Dieser bedeutende Austausch markierte den Auftakt eines Forschungsprojekts, das von den Unternehmen Hella und iDM sowie dem MCI initiiert wurde. Gefördert wird dieses Projekt vom Klima- und Energiefonds sowie dem Bundesministerium für Klimaschutz. Der Fokus liegt auf der energieeffizienten Betriebsführung von Gebäuden durch datenbasierte Modelle und lernende Regelungssysteme.

In Fachvorträgen wurden die Potenziale der KI-gestützten Gebäudeautomation, hybrider Modellansätze und selbstoptimierender Systeme thematisiert. Ziel ist es, physikalische Modelle mit Algorithmen zur Echtzeitsteuerung des Gebäudebetriebs zu verbinden. Robert Weitlaner von Hella betonte die Wichtigkeit der Vernetzung führender Forschenden und Entwickler, während Markus Male von iDM das große Potenzial zur Steigerung der Energieeffizienz durch intelligente Regelung hervorhob.

Entwicklung datenbasierter Modelle

Das Forschungsprojekt nutzt Betriebsdaten aus Heizung, Verschattung und Lüftung zur Entwicklung mathematischer Modelle. Diese Modelle ermöglichen eine vorausschauende und energieoptimierte Regelung zentraler Gebäudesysteme, unter Berücksichtigung von Wetterprognosen. Silvia Öttl vom MCI unterstrich die Relevanz zeitgemäßer Forschung und Entwicklung in Zusammenarbeit mit Hella und iDM. Das Symposium hob die Bedeutung von angewandter Forschung und internationaler Vernetzung für nachhaltige Gebäudetechnologien in Osttirol hervor.

Die Integration von Künstlicher Intelligenz in die Gebäudetechnik eröffnet neue Möglichkeiten für Energieeffizienz, Kosteneinsparungen und nachhaltige Ressourcennutzung. Automatisierte Steuerungen optimieren den Energieverbrauch und senken die Betriebskosten. Moderne Technologien ermöglichen unter anderem intelligente Heizungs-, Lüftungs- und Klimasteuerung sowie automatische Beleuchtungssysteme, die sich an die Nutzung anpassen.

Fördermöglichkeiten und Zielgruppen

Die Förderung von KI in der Gebäudetechnik wird durch verschiedene staatliche Programme unterstützt. Diese Fördermittel können für Investitionen in energieeffiziente Gebäudeautomation sowie für die Entwicklung und Implementierung von KI-gestützten Steuerungssystemen verwendet werden. Zudem profitieren Unternehmen, Immobilienbesitzer, Wohnungsbaugesellschaften und Kommunen, die nachhaltige Smart-City-Konzepte umsetzen, von diesen Angeboten.

Forschungseinrichtungen, die an innovativen Lösungen arbeiten, stellen eine weitere Zielgruppe dar. Die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren in Osttirol könnte so zu einem Hotspot für Gebäudesteuerung mit KI avancieren, was die nachhaltige Entwicklung der Region und den Fortschritt im Bereich der Gebäudetechnik weiter vorantreiben würde.

Weitere Informationen hierzu finden Sie auf Dolomitenstadt und Gebäude-Technik.