Ein heftiger Schneesturm ist auf dem Weg an die Ostküste der USA, und die Vorbereitung darauf ist bereits in vollem Gange. Städte wie New York, Philadelphia, Boston und Washington bereiten sich auf erhebliche Schneefälle und starken Wind vor. Der Nationale Wetterdienst warnt für Boston vor Schneemengen zwischen 30 und 60 Zentimetern. In New York wird mit ähnlichen Bedingungen gerechnet, wobei man sogar 30 bis 40 Zentimeter Schnee oder mehr erwarten könnte. Bürgermeister Zoran Mamdani rät den New Yorkern, drinnen zu bleiben und die Straßen zu meiden. Der Berufsverkehr am Montagmorgen könnte „extrem gefährlich“ werden, da in einigen Gebieten das Fortbewegen praktisch unmöglich sein könnte. Rund 50 Millionen US-Bürger leben im Einflussbereich des herannahenden Sturms, der auch zahlreiche Stromausfälle durch den zu erwartenden schweren, nassen Schnee mit sich bringen könnte. An der Küste in Delaware und New Jersey drohen zudem Überschwemmungen.

Die aktuellen Warnungen stehen im Kontext eines von katastrophalen Wetterbedingungen geprägten Winters, der bereits zu erheblichen Beeinträchtigungen geführt hat. Laut Tagesschau sind Hunderttausende Menschen ohne Strom, was über 780.000 Haushalte betrifft. Die Wettervorhersagen deuten darauf hin, dass der Wintersturm mit Kälte, Schnee und Eis große Teile der USA betreffen wird, einschließlich Bundesstaaten wie Texas, Mississippi, Louisiana, Oklahoma und Pennsylvania. In einigen Regionen wurde eine Eisschicht von bis zu zwei Zentimetern verursacht, was zu extrem gefährlichen Reisebedingungen führt.

Flugausfälle und Verkehrsbeeinträchtigungen

Die Auswirkungen des Wintersturms sind bereits spürbar, da über 14.000 Flüge gestrichen wurden – dies stellt die höchste Zahl an einem einzigen Tag seit der Covid-19-Pandemie dar. Verkehrsbehinderungen und Sperrungen sind in mehreren Bundesstaaten zu beobachten, und die Nutzer sozialer Medien berichten von Unfällen, insbesondere in Kentucky. Die Behörden haben in mehreren Staaten den Notstand ausgerufen und warnen vor möglichen langanhaltenden Stromausfällen.

Die Vorbereitungen der Menschen sind spürbar, da lange Schlangen vor Supermärkten zu beobachten sind und viele sich mit Treibstoff sowie Lebensmitteln eindecken. In Washington wurden die Bürger aufgerufen, Taschenlampen bereitzulegen und Handys aufzuladen, um auf mögliche Stromausfälle vorbereitet zu sein. In New York werden Aufwärmzentrums in allen fünf Bezirken eröffnet, um den Bedürftigen während des herannahenden Sturms zu helfen.

Inmitten dieser düsteren Vorhersagen ist der Gedanke an die vergangenen Winterstürme nicht weit entfernt. Ein solcher Sturm Ende Jänner führte bereits zu über hundert Todesfällen in den USA, was die drängende Notwendigkeit einer gründlichen Vorbereitung unterstreicht. Die Bevölkerung wird durch die Behörden dazu aufgefordert, ihre Sicherheit zu priorisieren und möglichst zu Hause zu bleiben.