Ab dem 24. Februar 2026 beträgt die ORF-Haushaltsabgabe 15,30 Euro pro Monat, was jährlich 183,60 Euro ausmacht, wie auf exxpress.at berichtet wird. Dieser Betrag wird von der ORF-Beitrags Service GmbH (OBS) erhoben, wobei es wichtig ist zu wissen, dass keine Einziehung über die Stromrechnung erfolgt. In Österreich werden Haushalte unabhängig vom tatsächlichen Besitz von Empfangsgeräten zur Zahlung verpflichtet. Das bedeutet, dass sowohl Haushalte mit mehreren Geräten als auch solche ohne TV, aber mit aktiv genutztem Radio, die gleiche Gebühr zahlen müssen.

Zusätzliche Kosten können je nach Bundesland in Form von Landesabgaben anfallen. Die ORF-Haushaltsabgabe wird als „Gebühr“ und nicht als Steuer deklariert, da sie die laufenden Kosten für Fernsehen, Radio und Online-Dienste des ORF deckt. Trotz der Verfassungswidrigkeit, die einige Kritiker anprangern – da Haushalte ohne ORF-Nutzung finanziell gleich belastet werden wie solche, die das Angebot nutzen – hat der Verfassungsgerichtshof (VfGH) die Regelung als verfassungskonform beurteilt. Dies wurde in einer Entscheidung bekannt gegeben, die auf auf vfgh.gv.at nachzulesen ist.

Befreiungs- und Ermäßigungsoptionen

Eine bemerkenswerte Tatsache ist, dass es für bestimmte Gruppen, wie Sozialhilfeempfänger, Pensionisten mit niedrigem Einkommen sowie blinde und hochgradig sehbehinderte Personen, die Möglichkeit zur Befreiung oder Ermäßigung der Gebühren gibt. Die Anträge für diese Befreiungen müssen jedoch aktiv bei der OBS gestellt werden, da es keine automatische Befreiung gibt. Studien zeigen, dass viele Österreicher nicht über diese Optionen informiert sind, was dazu führt, dass Millionen unnötig zahlen.

Politische Diskussionen und internationale Vergleiche

Die ORF-Gebührenregelung bleibt umstritten, und es könnten politische sowie rechtliche Diskussionen im Jahr 2026 folgen. Kritiker, unter anderem von der FPÖ und den „Teams“, fordern eine Senkung oder sogar Abschaffung der Gebühren. Dagegen sehen die ÖVP, SPÖ und NEOS die Gebühren als notwendig an. Im Vergleich dazu zahlt Deutschland 18,36 Euro pro Monat, während die Schweiz Jahresgebühren von 335 CHF erhebt und ihren Bürgern mehr Mitspracherecht gewährt. Diese unterschiedlichen Ansätze zur Finanzierung des Öffentlichen Rundfunks werfen viele Fragen auf, vor allem, da andere Länder, wie die BBC, mit weniger finanziellen Problemen erfolgreich sind.

Die hohe Verschuldung des ORF wird ebenfalls kritisiert, da die Pensionsverpflichtungen in den letzten Jahren stark angestiegen sind. Es bleibt unklar, warum die Gebühren trotz dieser Schulden steigen. Die Debatte über eine Reform des ORF und die Neubewertung der Gebührenregelung wird auch in Zukunft ein zentrales Thema bleiben, insbesondere im Kontext der gesetzlichen Regelungen, die nicht im Parlament debattiert werden, sondern stattdessen über die ORF-Beitrags Service GmbH verwaltet werden.