Österreich

ORF-Gehälter veröffentlicht: Mitarbeiter bedroht und beschimpft

Geheimnisse enthüllt: Die Spitzengehälter im ORF sorgen für Aufregung und Diskussionen.

Die Veröffentlichung der Gehälter im ORF hat für Aufsehen und Kontroversen gesorgt. Infolge der Novellierung des ORF-Gesetzes im Jahr 2023 wurden die Bezüge der Spitzenverdiener offenbart. Generaldirektor Roland Weißmann berichtete von Bedrohungen und Beschimpfungen gegenüber Mitarbeitern des ORFs, die daraufhin erfolgten. Der Moderator des Radiosenders Ö3, Robert Kratky, erhielt mit 443.894,39 Euro das höchste Bruttogehalt im Jahr. Neben ihm wurden rund 60 Mitarbeiter aufgeführt, die die Grenze von 170.000 Euro Jahresbezug überschreiten.

Die Gehaltsliste zeigt, dass neben dem Moderator auch der Manager Pius Strobl und der Generaldirektor zu den Spitzenverdienern im ORF zählen. Durch alte Kollektivverträge aus den 1970er- und 80er-Jahren sowie langjährige Betriebszugehörigkeit rechtfertigt sich die Höhe einiger Gehälter. Allerdings werden solche Verträge nicht mehr abgeschlossen, und viele der Mitarbeiter, die die Liste der Spitzenverdiener füllen, werden in den kommenden Jahren in Rente gehen.

Die Offenlegung der Gehälter stieß auf lebhafte Diskussionen in den Onlineforen österreichischer Medien. Kritik wurde insbesondere an den hohen Gehältern im Zusammenhang mit dem monatlichen Haushaltsbeitrag für den ORF geäußert. Politiker verschiedener Parteien, darunter die ÖVP, FPÖ und SPÖ, griffen die Veröffentlichung auf und verurteilten die als "obszön" bezeichneten Spitzengehälter. Obwohl die Veröffentlichung der Gehälter nicht neu ist, sorgte sie erneut für hitzige Debatten und Forderungen nach Reformen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

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