Österreichs Slalom-Athleten sind auch im Jahr 2026 weiterhin von Top-10-Platzierungen im Weltcup entfernt. In Madonna di Campiglio, dem Ort des jüngsten Slalom-Rennens, erreichten Michael Matt und Johannes Strolz die Plätze 12 und 17. Dies wurde von laola1.at berichtet. Cheftrainer Marko Pfeifer zeigte sich unzufrieden mit den Leistungen seiner Athleten und bemerkte, dass möglicherweise die Fahrweise der Slalomfahrer zu brav gewesen sei. Matt fuhr zwar phasenweise schnell, doch der Druck auf die Athleten nimmt zu, vor allem angesichts des hohen Niveaus im Slalom und der engen Abstände im ersten Durchgang.
Pfeifer kritisierte zudem die Kurssetzungen im Weltcup, die er als teilweise zu leicht einstufte, und forderte anspruchsvollere Strecken. Manuel Feller, der bei einem vorherigen Rennen in Hochgurgl den ersten Weltcupsieg der Saison für Österreich feiern konnte, plant, auch künftig aggressiv zu fahren und alles zu geben.
Rückblick auf Hochgurgl
Der Slalom in Hochgurgl, der erste der Saison, endete mit einem beeindruckenden Dreifachtriumph für das Österreichische Ski-Team: Manuel Feller gewann das Rennen, gefolgt von Marco Schwarz und Michael Matt. Feller hatte bereits zur Halbzeit in Führung gelegen und erzielte somit seinen dritten Weltcup-Sieg, während er den letzten Sieg zuvor am 21. März 2021 in Lenzerheide verbuchen konnte. In der ganzen vergangenen Saison war kein Österreicher im Slalom erfolgreich, während Strolz zuletzt am 9. Jänner 2022 in Adelboden gewonnen hatte, wie die Kleine Zeitung berichtete.
Ein ungewöhnliches Ereignis prägte den Slalom in Hochgurgl zusätzlich: Klimaaktivisten sorgten für eine Verzögerung des Rennens, indem sie orange Farbe auf dem Schnee im Zielbereich versprühten. Feller äußerte, dass die Protestaktion die Sicht beim Rennen beeinträchtigte, konzentrierte sich jedoch auf die bevorstehenden Herausforderungen. Die Protestaktion wurde mit Buhrufen der Zuschauer quittiert, während andere Athleten durch die Unterbrechung in der Platzierung zurückfielen.
Der Blick nach vorn
In den kommenden Tagen steht die nächste Herausforderung in Adelboden auf dem Programm, gefolgt von Rennen in Wengen, Kitzbühel und Schladming. Die Athleten stehen vor der Aufgabe, ihre Leistungen zu steigern, um wieder in die Nähe der Top-Platzierungen zu kommen. Laut HDSports sind die letzten Gesamtsieger im Slalom-Weltcup, Manuel Feller (2023/24) und Henrik Kristoffersen (2024/25). Dies zeigt, wie umkämpft die Disziplin im aktuellen Schlittenfeld ist, und der Druck auf Österreichs Athleten wird in den kommenden Rennen weiter zunehmen.