Am 5. März 2026 sind es nur noch 100 Tage bis zum ersten WM-Spiel des österreichischen Nationalteams seit 28 Jahren. Das Team unter der Leitung von Ralf Rangnick wird sein Auftaktmatch am 17. Juni gegen Jordanien um 6:00 Uhr MESZ in Santa Clara bestreiten. Der österreichische Fußballbund (ÖFB) hat bereits verschiedene Schritte für die Vorbereitung auf das Turnier in Kanada, Mexiko und den USA eingeleitet. Doch einige Punkte stehen noch offen, wie die Auswahl eines Gegners für die Generalprobe vor dem ersten Spiel, die derzeit noch gesucht wird.

Der Ort des letzten Trainingslagers in Österreich vor der Abreise in die USA bleibt weiterhin unklar, während das WM-Quartier und die Rahmenbedingungen des Lehrgangs im März bereits festgelegt sind. Das erste Aufeinandertreffen von Rangnick und den Spielern wird am 23. März in Marbella stattfinden. Das darauf folgende Trainingscamp dauert vier Tage und enthält Testspiele gegen Ghana am 27. März und Südkorea am 31. März, die beide im Happel-Stadion in Wien ausgetragen werden. Die A-Mannschaft wird während ihres Aufenthalts in Wien erstmals den neuen ÖFB-Campus in Aspern nutzen.

Vorbereitung auf die WM

Für die WM-Qualifikation hat sich Österreich in Gruppe H mit insgesamt 6 Siegen, 1 Remis und 1 Niederlage den Gruppensieg gesichert. Bester Torschütze war Marko Arnautović mit 8 Toren. Der endgültige WM-Kader wird am 1. Juni nominiert und umfasst zwischen 23 und 26 Spieler, darunter mindestens drei Torhüter. Zudem haben Neulinge wie Carney Chukwuemeka und Paul Wanner ihre Bereitschaft signalisiert, sich dem Team anzuschließen, müssen aber noch Staatsbürgerschaftsthemen klären.

Am 4. Juni wird die Mannschaft nach Los Angeles reisen, gefolgt von der Abreise nach Goleta, Kalifornien. Das Training ist auf dem Campus der University of California Santa Barbara (UCSB) geplant. Ein weiteres Testspiel gegen Tunesien findet am 1. Juni in Wien statt, bevor die Spieler nach der Partie zwei Tage frei bekommen. Zum Zeitpunkt der Abreise nach Los Angeles ist auch bereits ein finales Testspiel im Großraum Los Angeles für den 8., 9. oder 10. Juni eingeplant.

Finanzielle und organisatorische Aspekte

Für die WM-Vorbereitung sind Gespräche über eine mögliche Vertragsverlängerung von Rangnick im Gange. Dies wurde zuletzt am 30. Jänner während einer Aufsichtsratssitzung diskutiert. Schwerpunkt der Gespräche sind finanzielle Fragen, besonders in Bezug auf die Verteilung der Einnahmen aus dem neuen TV-Vertrag. Der ÖFB wird in der kommenden Woche eine Delegation in die USA schicken, um an einem FIFA-Workshop in Atlanta teilzunehmen und organisatorische Details im WM-Hotel in Santa Barbara zu klären.

In den letzten Wochen hat das Team mit Verletzungsproblemen zu kämpfen, weshalb Spieler wie Xaver Schlager und Patrick Wimmer ausfallen. Dennoch gibt es positive Nachrichten: David Alaba spielt bei Real Madrid wieder über 90 Minuten, nachdem er lange verletzt war. Im Vorfeld des Turniers ist der ÖFB optimistisch, das Team gut auf die Herausforderungen der WM vorzubereiten, obwohl die geografische Entfernung und die Zeitverschiebung sicherlich eine Herausforderung darstellen werden.

Das Team steht vor spannenden Wochen, die den Weg in die Fußballgeschichte Österreichs prägen können. Das letzte Mal nahm das österreichische Nationalteam 1998 an einer Weltmeisterschaft teil, wo die Mannschaft in der Vorrunde ausschied. Die Hoffnung auf eine erfolgreiche Rückkehr ist groß, viele Fans sind bereits gespannt auf die kommenden Spiele. Mit den Gruppengegnern Jordanien, Argentinien und Algerien in der Vorrunde sieht sich das Team in einer interessanten Ausgangssituation.