In einer umfassenden Untersuchung der österreichischen Stromanbieter haben der WWF und GLOBAL 2000 bescheinigt, dass nur eine Handvoll von Anbietern als empfehlenswert gilt. Die Analyse ergab, dass lediglich drei Unternehmen den ersten Platz belegen können: Alpe Adria Energie (AAE) aus Kärnten, W.E.B aus Niederösterreich und Kraftwerk Glatzing-Rüstorf aus Oberösterreich. Diese Anbieter erfüllen die Kriterien, die für eine nachhaltige und klimafreundliche Energieversorgung notwendig sind, und haben sich dadurch deutlich von der Konkurrenz abgehoben. [oekonews] berichtet über die jüngsten Ergebnisse dieser Studie.
Zusätzlich wurden neun weitere Anbieter auf den zweiten Platz eingestuft, die als „solide Grünstromanbieter“ gelten. Diese Unternehmen zeigen ebenfalls Ansätze für eine nachhaltige Energieproduktion, jedoch nicht in dem Maße wie die Spitzenreiter. Auffällig ist, dass fast zwei Drittel der insgesamt untersuchten Anbieter nicht auf Anfragen der Forscher reagierten, und 84 Anbieter wurden ausschließlich anhand von öffentlich zugänglichen Daten bewertet.
Schlechtes Abschneiden der großen Anbieter
Besonders kritisiert wurde das Abschneiden vieler landeseigener Versorger, darunter die TIWAG und die teilstaatliche Verbund AG, die mit 51 % am Markt vertreten sind. Die Studie stellt fest, dass diese Anbieter nicht ausreichend auf die Herausforderungen der Energiewende vorbereitet sind, insbesondere in Hinblick auf Naturverträglichkeit und Ausstiegsstrategien aus fossilen Brennstoffen. Studienautoren Reinhard Uhrig (WWF) und Maximilian Hejda (GLOBAL 2000) betonen, dass die aktuelle Entwicklung nicht im Einklang mit den notwendigen Klimazielen steht.
Die Untersuchungen zeigen auch, dass die Illwerke VKW aus Vorarlberg und die TIWAG aus Tirol unter den bedeutendsten Monopolenergiekonzernen der Region die schlechtesten Bewertungen erhielten. Dies ist besorgniserregend, da diese Unternehmen eine zentrale Rolle in der Energieversorgung spielen. Die Analyse macht deutlich, dass viele Anbieter noch große Fortschritte in ihrer strategischen Planung und der Umsetzung konkreter Maßnahmen zur Erreichung von Klimazielen benötigen.
Fazit und Ausblick
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Ergebnisse der Untersuchung auf eine dringende Notwendigkeit hinweisen, die Nachhaltigkeit und Effizienz der Stromanbieter in Österreich zu verbessern. Die Empfehlung des WWF und GLOBAL 2000 könnte für viele Verbraucher eine hilfreiche Orientierung darstellen. Interessierte finden weitere Informationen und spezifische Anbieterchecks auf den Webseiten des WWF und GLOBAL 2000 unter [wwf.at] und [global2000.at].