Der Österreichische Olympische Comité (ÖOC) ist mit einem starken Team von 115 Athleten zu den Olympischen Winterspielen nach Italien aufgebrochen. ÖOC-Präsident Horst Nussbaumer äußerte sich optimistisch über die bevorstehenden Wettkämpfe und erklärte, dass das Ziel darin besteht, die Medaillenzahl der letzten Spiele in Peking zu erreichen. Besonders erfreulich ist die Teilnahme von drei der fünf Goldmedaillengewinner von 2022: Anna Gasser, Benjamin Karl und Alessandro Hämmerle werden erneut antreten.

Allerdings finden nicht alle Athleten Berücksichtigung. So wurde der Skirennläufer Johannes Strolz nicht nominiert, und Matthias Mayer hat kürzlich seine Karriere beendet. Unter den 11 Athletinnen und Athleten des Alpinteams ist Ricarda Haaser aufgrund einer Verletzung nicht dabei.

Standorte und Disziplinen

Die Wettbewerbe werden an verschiedenen Orten ausgetragen. Für die Frauen finden die alpinen Wettkämpfe in Cortina d’Ampezzo statt, während die Männer in Bormio antreten. Eine besondere Neuheit stellt das olympische Debüt des Skibergsteigens dar, bei dem je ein Teilnehmer bei Frauen und Männern vertreten ist. In Mailand werden Eiskunstläuferin Olga Mikutina sowie je drei Eisschnellläufer und ein Short Tracker aktiv sein.

Für die Sportarten Skeleton, Bob und Rodeln hat Österreich vielversprechende Chancen auf Medaillen. Hier sind 3 Aktive im Skeleton, 12 Aktive im Bob und 11 Aktive im Rodeln vertreten. Ein weiterer Schwerpunkt der Teilnahme liegt im Snowboarden, wo mit 16 Athleten – der größten Zahl – insgesamt 7 Teilnehmer im Ski Cross und 6 im Freestyle/Freeski in Livigno zu finden sind. Zudem beteiligt sich Österreich mit 9 Athleten im Biathlon in Antholz sowie 8 bei den Wettbewerben im Skispringen und Skilanglauf in Predazzo/Tesero.

Zusammensetzung des Teams

Die Aufteilung der Athleten nach Bundesländern zeigt, dass 41 aus Tirol stammen, 21 aus Salzburg, 12 aus Steiermark, jeweils 11 aus Vorarlberg und Kärnten sowie 10 aus Niederösterreich. Die Representation aus Oberösterreich beträgt 6, während Wien mit 3 Athleten vertreten ist.

Im Vorfeld der Olympischen Sommerspiele 2024 in Paris, die vom 26. Juli bis 11. August stattfinden, hat Österreich 81 Aktive nominiert, die sich über ein Spektrum von 19 der 32 Sportarten erstrecken. Diese Teilnahme markiert die größte Abordnung seit den Olympischen Spielen in Sydney 2000. Judoka Michaela Polleres und Kanute Felix Oschmautz werden als Fahnenträger der Eröffnungsfeier auftreten.

Zu den bemerkenswerten Nominierungen gehört die 18-jährige Kunstturnerin Charlize Mörz, die jüngste Teilnehmerin, sowie der 51-jährige Springreiter Gerfried Puck, der älteste. Auch im Badminton haben österreichische Athleten spannende Wettkämpfe vor sich, während im Laufen und Gehen sowie im Schwimmen einige Athleten in den letzten Runden ausschieden.

Die Eröffnungsfeier wird am 11. Juli 2024 unter der Leitung von Bundespräsident Alexander Van der Bellen veranstaltet, wobei der Fokus stark auf den Athleten und ihrem Weg zu den Medaillen gelegt wird. Österreichs Erfolg in den Wintersportarten, insbesondere im Skifahren und in Sportarten wie Rudern, Radfahren und Leichtathletik, lässt hohe Erwartungen für die Olympischen Spiele erahnen. Tennis und Handball sind ebenfalls Sportarten, in denen österreichische Athleten international aktiv sind und auf Erfolge hoffen.

Die Begeisterung für den Sport ist in Österreich ungebrochen, mit einer wachsenden Zahl an Fans, die den Wettkämpfen auf allen Ebenen folgen. Der Fokus liegt darauf, nicht nur in den Winter- sondern auch in den Sommerdisziplinen starke Leistungen zu zeigen und das Land stolz zu vertreten.

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