Bei den Paralympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo erreichten die Österreicher beeindruckende Ergebnisse. Johannes Aigner und sein Guide Nico Haberl belegten im Slalom der sehbeeinträchtigten Klasse den vierten Platz, während Thomas Grochar im Stehend-Slalom Fünfter wurde. Die Spiele endeten für Aigner mit einer Bilanz aus drei Gold- und einer Bronzemedaille, was ihm den Titel eines der erfolgreichsten Athleten der Spiele einbrachte. Österreich kehrt mit insgesamt 13 Medaillen nach Hause zurück, darunter sieben Goldmedaillen, zwei Silber und vier Bronze. Diese Medaillenausbeute ist die beste für Österreich bei Paralympischen Winterspielen seit 2006, wobei sich das Land im Medaillenspiegel den fünften Platz sicherte.
ÖPC-Präsidentin Maria Rauch-Kallat zeigte sich zufrieden mit den Leistungen der Athleten. Alle Medaillen für Österreich wurden im Para-Ski alpin gewonnen, wobei Johannes Aigner neun Medaillen und seine Schwester Veronika Aigner als erfolgreichste Athletin der Spiele hervorsticht. Sie gewann vier Goldmedaillen und einen zweiten Platz in fünf Starts, was ihre beeindruckende Form unter Beweis stellte.
Glanzstücke der Aigner-Geschwister
Veronika Aigner eröffnete die Paralympischen Spiele mit einem beeindruckenden Sieg im Frauen-Downhill für sehbehinderte Athleten. Sie trat mit ihrer neuen Begleitperson Lilly Sammer an, nachdem ihre Schwester Elisabeth wegen einer Kreuzbandverletzung ausschied. Veronika sicherte sich Gold und fügte zuvor gewonnene Medaillen im Riesenslalom und Slalom von den Spielen in Peking hinzu. Chiara Mazzel aus Italien und Alexandra Rexova aus der Slowakei folgen auf den Plätzen zwei und drei.
Johannes Aigner verteidigte ebenfalls seinen Titel im Downhill VI. Mit einer Zeit, die 2,25 Sekunden schneller war als die von Kalle Eriksson aus Kanada, erzielte auch er eine Goldmedaille. „Ich dachte, ich sei sehr schnell gewesen und bin mit meiner Leistung zufrieden“, äußerte Aigner nach seinem Lauf. Seine Schwester Veronika und er wurden als Fahnenträger für die Schlussfeier ausgewählt, was ihre herausragenden Beiträge zu den Spielen unterstreicht.
Die Medaillenbilanz und der Medaillenspiegel
Österreichs Gesamtbilanz in Cortina d’Ampezzo zeigt eine starke Leistung im Vergleich zu anderen teilnehmenden Nationen. Bisher wurden 69 von 79 Medaillenentscheidungen getroffen, mit China an der Spitze des Medaillenspiegels. Die derzeitige Rangfolge ist wie folgt:
| Rang | Land | Gold | Silber | Bronze | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | China | 14 | 11 | 13 | 38 |
| 2 | USA | 10 | 5 | 5 | 20 |
| 3 | Österreich | 7 | 2 | 4 | 13 |
| 4 | Italien | 6 | 7 | 1 | 14 |
| 5 | Russland | 5 | 1 | 3 | 9 |
Für Johannes Aigner war dieser Abschluss dennoch etwas bittersüß, da ihm 2,9 Sekunden auf das Podium im letzten Slalom fehlten. Die erfolgreichen Spiele haben jedoch den Erfolg der Athleten und die Stärkung des österreichischen Paralympischen Teams unterstrichen. Unterstützende Entwicklungen wie eine stärkere mediale Präsenz und höhere Preisgelder im Weltcup stehen im Raum, um die großartigen Leistungen weiter zu fördern. Abschließend bleibt festzuhalten, dass die Paralympics 2026 ein Erfolg für alle österreichischen Athleten waren und die kommenden Jahre viele Hoffnungen wecken.



