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Im Jahr 2024 hat Österreich erneut einen alarmierenden Geburtenrückgang verzeichnet. Laut einer Mitteilung von Statistik Austria wurden 76.873 Neugeborene nur 87.407 Verstorbenen gegenübergestellt, was bedeutet, dass 2024 mehr als 10.500 Menschen starben, als Neugeborene registriert wurden. Die Gesamtfertilitätsrate, die angibt, wie viele Kinder eine Frau im Durchschnitt zur Welt bringt, fiel auf ein historisches Tief von 1,31, wie der Generalsekretär Tobias Thomas berichtete. Dies ist bereits das fünfte Jahr in Folge mit einem Geburtendefizit, und die Zahlen könnten sich durch Nachmeldungen noch leicht verändern. Im Burgenland und in Salzburg war der Rückgang der Geburten besonders stark, sank dort um 5,7 Prozent bzw. 5,3 Prozent. In Wien hingegen konnte ein Anstieg von 4,7 Prozent verzeichnet werden. Die Sterberate lag im Durchschnitt bei 9,5 pro 1.000 Einwohner, was auf einen kontinuierlichen demografischen Wandel hinweist, bedeuten wird es, dass bestimmte Bundesländer unter einer alternden Bevölkerung leiden werden.
Parallel zu den demografischen Veränderungen in Österreich verändern sich auch die politischen Strukturen in Deutschland. Die Bundestagswahl 2025 wird unter besonderen Vorzeichen stattfinden: Es sind weniger Parteien und Kandidatinnen als zuvor zugelassen. Laut dem Statistischen Bundesamt sind aktuell 59,2 Millionen Wahlberechtigte registriert, ein Rückgang um 1,2 Millionen im Vergleich zur letzten Wahl. Dies betrifft vor allem die 18-Jährigen, von denen aufgrund des vorgezogenen Wahltermins 400.000 weniger zur Stimmabgabe zugelassen sind. Die Anzahl der Parteien fällt von 47 auf nur noch 29, und die Sitze im Bundestag werden durch eine Wahlrechtsreform von 733 auf maximal 630 reduziert. Diese reformierte Struktur wird auch den Einfluss der Wähler deutlich verändern.
Veränderte Wahlbedingungen in Deutschland
Zusätzlich zu den gesetzlichen Neuerungen nimmt die Zahl der Kandidatinnen und Kandidaten stark ab: Mit 4.506 Bewerbungen ist die Zahl im Vergleich zur Wahl 2021 deutlich gesunken. Der Frauenanteil liegt bei 32 Prozent, was leicht unter dem Rekordwert von 2021 ist. Fünf Kanzlerkandidaten stehen in diesem Jahr zur Wahl: Friedrich Merz (CDU), Olaf Scholz (SPD), Robert Habeck (Grüne) sowie Alice Weidel (AfD) und Sahra Wagenknecht (BSW). Diese Situation steht im Kontext eines diversifizierteren politischen Spektrums, das nun auch kleinere Parteien in den Vordergrund drängt. Diese Veränderungen in Deutschland, zusammen mit den signifikanten demografischen Entwicklungen in Österreich, spiegeln einen tiefgreifenden Wandel in der politischen wie auch sozialen Landschaft wider.
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