Österreichs Davis-Cup-Team bereitet sich auf die erste Qualifikationsrunde am 6. und 7. Februar gegen Japan in Tokio vor. Überraschend hat Kapitän Jürgen Melzer den derzeit besten Spieler des Teams, Filip Misolic, nicht nominiert. Misolic fiel leider krankheitsbedingt aus und musste die Heimreise antreten. Dies bestätigte die noen.at. Für das Duell wurden Sebastian Ofner, Jurij Rodionov, Lukas Neumayer sowie das Doppel Alexander Erler und Lucas Miedler ausgewählt.

Der Team-Chef äußerte sich optimistisch über die Chancen und sieht eine ausgeglichene 50:50-Chance gegen Japan. Ofner, der nach zweijähriger Abwesenheit ins Team zurückkehrt, warnt jedoch, dass Japan ein schwieriger Gegner sein wird. Mit Shintaro Mochizuki (ATP-Ranking 112) und Yoshihito Nishioka (115) erwartet Österreich starke Einzelspieler aufseiten der Japaner. Des Weiteren gibt es für das Team genügend Zeit, sich an den Jetlag anzupassen, bevor das erste Training am Sonntag in Tokio beginnt.

Neue Aufstellung und Ausblick

Die Entscheidung gegen Misolic zugunsten von Neumayer fiel hauptsächlich aufgrund von Misolics Schwierigkeiten auf Hardcourt. Neumayer wird nun die Chance erhalten, sein Können unter Beweis zu stellen. Ergefühlt in Topform, konnte Neumayer in vorherigen Matches bereits Erfolge im Davis Cup erzielen, was ihn zu einer wertvollen Ergänzung des Teams macht.

Im Vorjahr hatte das österreichische Team die Final 8 in Bologna erreicht und hofft, diesen Erfolg zu wiederholen. Ein Sieg über Japan wäre nicht nur ein großer Erfolg, sondern könnte auch dazu führen, dass die neue Sportarena in Wien als Schauplatz für das Finalturnier in Betracht gezogen wird, sollte sich die Gelegenheit ergeben.

Die Rückkehr von Sebastian Ofner

Ofner hat sich von körperlichen Problemen erholt und plant, nach Tokio auf einen Challenger nach Teneriffa weiterzuziehen. Er scheint optimistisch und will seine Fitness bestmöglich unter Beweis stellen, um dem Team zum Sieg zu verhelfen.

Österreichs Präsident Martin Ohneberg sieht positive Aussichten für das Team in Japan. Er wird sich allerdings bei den kommenden Wahlen im April aus der Präsidentschaft zurückziehen. Seine Arbeit hat entscheidend zur Stärkung des österreichischen Tennis beigetragen.

Die Davis-Cup-Geschichte zeigt, dass Österreich in der Vergangenheit mit starken Leistungen überzeugen konnte, und das aktuelle Team strebt an, diesen Kurs fortzusetzen. In einem sich stets verändernden Tennisumfeld ist die Herausforderung gegen Japan eine spannende Möglichkeit, die Geschichte des österreichischen Tennis weiterzuschreiben.

Die oetv.at hebt hervor, dass Österreich zuletzt 2012 unter die besten acht Nationen einziehen konnte und dies ein erstrebenswertes Ziel für das Team bleibt. Der Davis Cup hat einen hohen Stellenwert im österreichischen Tennis und die kommenden Herausforderungen werden mit Spannung erwartet.